Förderung kassieren und sparen

Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung werden von der KfW Bank gefördert:

  • Einzelmaßnahmen für wohnwirtschaftliche Investitionen finanziert das Programm „Wohnraum Modernisieren ÖKO PLUS“.
  • Bei einer grundlegenden energetischen Sanierung von Wohngebäuden gewährt das CO2-Gebäudesanierungsprogramm Kredit oder Zuschuss.
  • Lüftungssysteme in Wohn-Neubauten unterstützt das Förderprogramm „Ökologisch Bauen“ mit Darlehen.
  • Für Nichtwohngebäude kommt das „ERP-Energieeffizienz-Gebäudeprogramm“ in Frage. Hier gibt es neben einer lohnenden Finanzierung auch einen extra Beratungszuschuss.

Weitere Informationen im Internet unter: www.kfw.de.




Lüftungsanlagen sparen Heizkosten

Drei Fragen an Matthias Wagnitz, Referent für Energie- und Wärmetechnik, Zentralverband SHK:

Welche Vorteile bringt eine zentrale Lüftungs-anlage mit Wärmerückgewinnung?
Damit sparen Sie Heizkosten und vermeiden die Bildung von Schimmelpilz in Ihrem Haus. Außerdem schonen spezielle Pollenfilter die Atemwege und erleichtern Allergikern das Leben.

Wie sparen diese Anlagen Energie?
Die warme Luft aus den Wohnräumen wird zuerst in Küche und Bad recycelt. Dort wird diese dann abgesaugt und die enthaltene Wärme dazu genutzt, die Zuluft für die Wohnräume vorzuwärmen.

Welche Kosten entstehen beim Einbau einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung in einem neuen Einfamilienhaus?
Je nach Region und den damit verbundenen Handwerkerkosten etwa zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Aber ohne solche Lüftungsanlagen sind echte Passiv- oder Drei-Liter-Häuser nur schwer zu konstruieren.

Automatische Lüftungssysteme

Fenster auf und schon strömt frische Luft ins Haus? So geht kostbare Wärme verloren. Besser: Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. 
 
Wer heute ein Haus baut oder renoviert, achtet auf eine dämmende Außenhülle und auf dichte Fenster. Schließlich soll keine kostbare Wärme verloren gehen. Allerdings: je luftdichter ein Haus, desto wichtiger ist regelmäßiges Lüften. Sonst sammelt sich Feuchtigkeit, die mit der Zeit Schimmel wachsen lässt.

Die optimale Lösung bringt ein zentrales Lüftungssystem. Das sorgt für ständigen Luftaustausch, filtert Pollen und verringert sogar lästigen Straßenlärm in den eigenen vier Wänden. Außerdem entzieht es den Räumen überflüssige Feuchtigkeit. Eine Lüftungsanlage mit zentraler Luftansaugung, Luftvorwärmung (zum Beispiel durch Erdwärme, Wärmetauscher und gesteuerter Verteilung) recycelt bis zu 80 Prozent der Heizenergie. Sie kann in einem Passivhaus die Funktionen einer Heizung übernehmen.

    




    

Alternative: dezentrale Lüftung

Beim nachträglichen Einbau ist zu klären, ob die Rohre unsichtbar beispielsweise in abgehängten Decken verlegt werden können. Ist dies nicht möglich oder sind keine offen liegenden Rohre im Haus oder in der Wohnung erwünscht, bietet sich eine dezentrale Lüftungsanlage an.

Dabei werden mehrere Geräte einzeln an den Außenwänden angebracht, auch hier lässt sich eine Wärmerückgewinnung kombinieren. Zusätzliche Rohre sind nicht notwendig. Nachteil: Der Stromverbrauch steigt mit jedem angeschlossenen Gerät. Hier einen Fachmann nachrechnen lassen, wie viele Lüftungsgeräte sinnvoll sind. Zudem arbeiten sie nicht geräuschlos im Gegensatz zu einer zentralen Anlage, deren Umwälzpumpe im Keller werkelt.

Gut für Allergiker

Zentrale Lüftungsanlagen erleichtern Allergikern das Leben: Sie filtern Pollen-, Ruß- und Staubpartikel aus der Luft und helfen Hausstaubmilben zu vermeiden.

Als einzelne Modernisierungsmaßnahme rechnen sich Lüftungsanlagen nicht. Wollen Sie ein energiesparendes Passivhaus bauen oder einen Altbau auf höchsten Energiestandard bringen, kommen Sie ohne Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung nicht aus.

Feuchtigkeit raus: So lüften Sie richtig 

Pro Tag verdunsten in einem Vier-Personen-Haushalt bis zu zehn Liter Wasser:

  • Verbrauchte Raumluft mehrmals am Tag austauschen. Mediziner raten sogar alle zwei Stunden für etwa fünf Minuten querzulüften: Dazu alle Fenster weit öffnen. Je kälter es draußen ist, umso kürzer die Lüftungszeit.
  • Lüften mit gekippten Fenstern ist ungemütlich, bringt wenig Luftaustausch und verschwendet Energie.
  • Dampf sofort rauslassen, der beim Kochen oder Duschen entsteht – er fördert die Schimmelbildung
  • Türen zu wenig beheizten Räumen schließen. Dort kondensiert die feuchte Luft sonst an den Wänden
  • Keller bei warmem Wetter nicht lüften, da sich die Warmluft sonst als Wasserdampf an den kalten Wänden niederschlägt und die Feuchtigkeit Schimmelpilz wachsen lässt.

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