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Sie haben vom Thema Dämmen noch nicht genug? Wir geben Ihnen weitere hilfreiche Tipps:

Gesundes Wohnklima

Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen überzeugen durch hervorragende baubiologische Eigenschaften und schaffen ein Klima zum Wohlfühlen:

  • Platten aus Flachs regulieren das Raumklima und dämmen gut
  • Hanf steht in Form von Matten, Stopfwolle oder zum Einblasen in Hohlräume zur Verfügung
  • Kokos eignet sich als Innendämmung bei Holzleichtbauweise oder Zwischensparrendämmung
  • Kork speichert Wärme, dient zum Einblasen in Hohlräume und in Plattenform zum Dämmen von Fassaden
  • Schafwolle nimmt bis zu 30 Prozent ihres Gewichts an Feuchtigkeit auf, ohne an Dämmwirkung einzubüßen
  • Schilfrohr ist bruchsicher und lässt sich verputzen
  • Zellulose schluckt Schall, schützt vor Wärmeverlusten und Hitze

Naturdämmstoffe bieten besseren Hitzeschutz

Drei Fragen an Eckhard Klopp, Diplom Ingenieur und Architekt, Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

    

Was bringt eine Dämmung mit nachwachsenden Rohstoffen?
Moderne Naturdämmstoffe haben ökologische und technische Vorteile. Pflanzenfasern etwa sorgen für einen besseren Hitzeschutz, begünstigen das Raumklima.


Wo empfiehlt sich der Einsatz von Naturdämmstoffen besonders?
Auf jeden Fall beim Dachgeschossausbau, da hier der Hitzeschutz zum Wohnkomfort und zur Gesundheit beiträgt. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe bietet rund um Naturbaustoffe eine neutrale Beratung an. Telefon: (0 38 43) 69 30-1 80.


Was kostet die Dämmung mit natürlichen Materialien?
Derzeit noch etwas mehr als herkömmliche Dämmstoffe. Doch der Mehrpreis macht sich durch den Gewinn an Wohnkomfort und Nachhaltigkeit auf jeden Fall bezahlt.

Natürlich besser Dämmen

Dämmung aus nachwachsenden Rohstoffen schützt an heißen Tagen optimal vor Hitze, hält im Winter warm und bietet eine Alternative zu herkömmlichen Baustoffen.

Zwei Drittel der deutschen Häuser und Wohnungen besitzen keinen ausreichenden Wärmeschutz. Dabei lassen sich die Heizkosten mit einer guten Dämmung um die Hälfte reduzieren. Wer sein Haus warm einpackt, lebt komfortabler und steigert den Wert des Gebäudes. Beste Lösung: die Dämmung von Dach und Außenwänden. Bester Zeitpunkt: wenn bei Altbauten ohnehin eine Sanierung ansteht.

Holzfaserplatten lohnen sich

Sie haben sich mittlerweile als preiswerte Alternative zu Hartschaum und Mineralwolle etabliert. Außer zur Dämmung der Kelleraußenwände eignen sich die Platten für fast alle Wärmeschutzaufgaben: zur Dämmung von Dächern ebenso wie zur Innendämmung oder als verputztes Wärmedämm-verbundsystem für Außenwände. Die Wärmeleitfähigkeit von Holzfasern kann sich mit vielen anderen Dämmstoffen messen. Das Material schluckt auch Lärm optimal, ist stabiler und als Wärmedämmverbundsystem weniger anfällig für Verschmutzung und Algen. 

Vorteile im Sommer

Im Sommer bietet eine Dämmschicht  mit Holzfasern einen speziellen Vorteil: Die Platten speichern durch die besondere Beschaffenheit des Holzes mehr Wärme und geben diese langsamer an den Innenraum ab. Die Kühle der Nacht transportiert die Hitze dann wieder ab. Bis zu 20 Prozent ihres Gewichts nehmen Holzfasern an Feuchtigkeit auf und geben sie wieder ab. Das Material sorgt für ausgeglichenes Wohnklima und lässt Wasserdampf entweichen.

    




    

Keine Angst vor Brandgefahr

Im Falle eines Feuers verzögern Holzfasern durch ihre hohe Wärmespeicherfähigkeit die Erhitzung. Das Holz verkohlt und hemmt so die Verbrennung. Natürliche Dämmstoffe gelten aus Klimaschutzgründen als bessere Wahl gegenüber synthetischen Materialien. Polystyrol-Hartschaumplatten etwa werden mit Erdöl und chemischen Treibmitteln hergestellt. Holzfaserplatten bestehen aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz und speichern das Klimagas CO2. Kennzeichnet zusätzlich das Zertifikat des Forest Stewardship Council (FSC) das Material, stammt der Rohstoff aus nachhaltig betriebener Forstwirtschaft.

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