Energie-Blog – Meinungen zum Energiemarkt

Anregungen und Gedanken zur Energie- und Medienwelt

Energie

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Zwar zeigen sich immer mehr Unternehmen Web-2.0-affin, nutzen Twitter oder präsentieren sich auf sozialen Plattformen wie Facebook. In Sachen Corporate Blogs aber halten sie sich immer noch vornehm zurück. So zum Beispiel die Energieversorger.

Jetzt aber tut sich was. Im Norden der Republik haben die Hamburger Oköstromanbieter von LichtBlick soeben einen Blog gestartet. Dort informieren Mitarbeiter und Vorstände ungefiltert über Produkte wie das „Zuhausekraftwerk“, greifen Energiethemen auf oder beziehen Stellung zur aktuellen Politik. Dabei präsentierten sie, so heißt es, ihre persönliche Sicht der Dinge und die müsse nicht immer der offiziellen Unternehmungsmeinung entsprechen

Und anders als die Karlsruher EnBW, deren Blog wir im vergangenen Jahr hier unter die Lupe nahmen, können die LichtBlick-Leser via Kommentare ihre Meinung kundtun. Ach ja: Einen Facebook- und einen Twitter-Account haben die LichtBlicker ebenso ins Leben gerufen.

Wir meinen: Ein konsequenter Schritt, der zum Image des Unternehmens passt. Und: Mal sehen, ob dieser Vorstoß die Branche zur Nachahmung inspiriert…

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Es gibt Produkte, die sich wunderbar verkaufen lassen. Solche mit einem Apfel drauf oder mit einem Stern vorne dran. An anderen Produkten aber beißen sich selbst kreativste Werbeagenturen oft genug die Zähne aus. Bei Strom zum Beispiel.

Einen neuen Vorstoß in Sachen Stromvermarktung gibt es nun aus Aachen. Die dortige EnergieGut hat sich den Tarif „HalloTor!“ zur anstehenden Fußball-WM in Südafrika ausgedacht. Das Besondere daran ist die integrierte die Torschussprämie: Jeder Treffer von Ballack und Konsorten ist dem Stromanbieter einen Bonus von bis zu 5 Euro wert, für den Titel gibt es sogar noch eine WM-Prämie von 100 Euro obendrauf.

Gute Idee, zumal seit dem „Sommermärchen“ vor vier Jahren ja mittlerweile auch Frauen Fußballfans und damit potenziellen Kunden für die Aachener sind.

Weniger gut finden wir, dass der Strom nur zu 27 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammt – reiner Ökostrom hätte doch viel besser zum grünen Rasen gepasst.

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Die Glühlampe hat ausgedient. Viele energiebewusste Verbraucher freut’s, andere haben sich bei Hamsterkäufen mit Glühlampen eingedeckt, um auch in Zukunft an die Vergangenheit erinnert zu werden.

Wie dem auch sei: Ab 2012 wird es die altertümlichen Energieverschwender nicht mehr zu kaufen geben. Und damit sie nicht aus unserer Erinnerung verschwinden, wird derzeit ein Birnendenkmal geplant: nicht etwa nur digital im Internet, sondern sogar in echt. Das Kunstwerk aus tausenden alten Birnen entsteht im Rahmen der Luminale vom 11. bis 16. April in Offenbach. Dazu gibt es diverse Aktionen wie eine „Abschiedsparty“.

Hier gibt es mehr Infos zu dem Projekt.

Audi gibt Strom

11. Februar, 2010 Energie, Innovation, Interessant 2 Kommentare

Elektroautos sind langweilig?

Dann haben Sie vermutlich noch nicht den niegelnagelneuen e-tron gesehen, den Audi vor Kurzem auf der „Detroit Auto Show“ präsentierte. 3,93 Meter lang, 1,78 Meter breit, 1,22 Meter flach und 1350 Kilogramm leicht. 204 PS aus zwei Elektromotoren beschleunigen das Alu-Konzeptauto in nur 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Sehen Sie selbst!

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Haben Sie ein iPhone? Falls ja, dann kennen Sie sicher all die netten Apps, die einem die Wartezeit beim Arzt, Friseur oder auf dem Amt versüßen. Tausende davon gibt es bereits, und es werden jeden Tag mehr. Hin und wieder kommen neben vielen Fun-Apps sogar ein paar nutzwertige Anwendungen heraus.

Zu letzteren gehört das kostenlos im Apple-App-Store angebotene „Energy.Cockpit“ von der Enexoma AG. Damit lässt sich der eigene aktuelle Energieverbrauch immer und überall visualisieren. Dazu gibt es unterschiedliche Charts, zum Beispiel zum Zählerstand oder zum Lastgang. Auch Vergleiche mit anderen Verbrauchswerten seien möglich, um so Abweichungen zu erkennen und einem erhöhten Verbrauch gezielt entgegenwirken zu können, verspricht das Unternehmen aus Oerlinghausen. 

Einziger Wermutstropfen: Das energiegeladene App funktioniert nur, wenn Sie bereits einen intelligenten Stromzähler im Haus haben.

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Die Schneemassen, die in der letzten Zeit für jede Menge Unfälle, Unbehagen und kalte Füße allerorten sorgten, haben auch was Gutes. Denn sonst wäre die Aktion „Denkanstöße“ des Darmstädter Ökostromanbieters Entega, einer Tochter der Energieversorger HSE und Stadtwerke Mainz, wohl kaum über die Bühne gegangen.

 

Bei dem dreitägigen Event, mit dem das Unternehmen sich als aktiver Klimaschützer positionieren will, demonstrierten am vergangenen Wochenende rund 750 Schneemänner im verschneiten Berlin gegen ihr Aussterben und den dafür verantwortlichen Klimawandel.

 

Parallel zum großen Schneemann-Bau, für den zuvor auf allen Kanälen getrommelt wurde, gab es Diskussionsrunden, eine Ausstellung, Lesungen und Konzerte. Clever: Natürlich wird die Aktion, die an einen Flashmob erinnerte,  durch Social-Media-Aktivitäten auf Facebook, Youtube, Flickr und Twitter verlängert.

 

Eine Fotogalerie, Statements von Entega und einen Blog gibt es hier.

Energie fürs iPhone

21. Januar, 2010 Energie, Interessant 0 Kommentare

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Telefonieren war gestern. Heute nutzt der mediengeschulte Mensch so genannte Smartphones, Geräte also, die mehr sind und können als ein schlichtes Handy. Absoluter Liebling aller Vieltelefonierer, Daddler und, pardon, auch Angeber: das iPhone von Apple. Kein Wunder. schließlich gibt es zigtausende Applikationen oder kurz Apps, mit denen sich das iPhone aufpimpen lässt.

Es gibt sogar auch jede Menge nützliche Apps. Problematisch nur, dass man diese unter den mehr als 135.000 Angeboten oft nicht findet. Deswegen hier für alle iPhone-Nutzer unter Ihnen sieben Apps, die sich alle mit dem Thema Energie befassen.

Auch nicht schlecht: der SolarChecker vom SMA Solar. Über den aktuellen Standort (GPS) und der Angabe der Dachfläche, Ausrichtung und Neigung kalkuliert der Checker die Rendite einer Solaranlage auf dem heimischen Dach. Gerade jetzt zu empfehlen, denn schließlich werden die Einspeisevergütungen für Sonnenstrom in Zukunft drastisch gekürzt…

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Hej – Wenn du das nächste Mal beim IKEA nicht weißt, was du außer den obligatorischen Teelichtern und einem Hotdog kaufen sollst, dann gönn’ dir doch einfach ein neues Reihenhäuschen oder eine kleine Wohnung!

Die Häuser sind typisch schwedisch aus Holz gefertigt und offenbar zu erschwinglichen Preisen zu haben. Aber leider nicht überall. Hier bei uns startet BoKlok, ein Unternehmen, das IKEA Mitte der 90er mit dem Bauunternehmen Skanska gründete, nämlich zunächst an den Standorten Offenbach, Nürnberg, Wiesbaden und Hofheim. Weitere Standorte seien geplant, hieß es von den Schweden. Uns Energiesparer und Klimaschützer freut besonders, dass die Objekte dem Energiestandard des KfW-70-Effizienzhauses entsprechen.

P.S.: Keine Angst – Für das Haus brauchen Sie garantiert keinen Imbusschlüssel. Denn schließlich handelt es sich bei den Holzhütten der blau-gelben Möbelkette um Fertighäuser.

Nichts zu melden?

13. Januar, 2010 Interessant 0 Kommentare

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Nichts zu sagen zu haben, heißt nicht, dass man sich nicht trotzdem zu Wort melden kann. Das kennen wir aus Casting-Shows oder ähnlich sinnentleerten Veranstaltungen im Fernsehen. Hin und wieder vermelden aber auch seriöse Absender, dass sie im Grunde nichts zu melden gibt.

In Unna zum Beispiel meldeten die Stadtwerke nach dem vergangenen Daisy-Schnee-Chaos-Wochenende, dass man dort davon verschont geblieben sei: Keine Stromausfälle, keine Probleme in der Erdgas- und Wärmeversorgung, kein Ausrücken der Notfall-Teams nötig.

Keine Meldung eigentlich, aber dennoch erfreulich für ganz Unna, oder?

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Wenn ich mir jetzt ein neues Auto kaufen müsste, dann würde ich am liebsten sofort in ein E-Mobil steigen. Kein Diesel, kein Benziner: einfach an der Steckdose aufladen, an der sonst der Toaster hängt und dann ab auf die Straße. Mit gutem Gewissen und ohne CO2.

Nur ist das leider alles nicht so einfach. Erstens: Es gibt kaum ein rein elektrisch betriebenes Auto zu kaufen. Auch wenn uns das die großen Autobauer wie etwa VW  schon seit Anfang des Jahres versprechen. In wunderbaren Werbekampagnen, auf denen Stecker, Stroh und ähnlich grün-angehauchte Motive zu bewundern sind. Von Autos, die zu dieser Werbung passen, aber fehlt in Wolfsburg und in den anderen Autostädten jede Spur.

Okay, ich könnte mir ja einen Th!nk zulegen. Wie, kennen Sie nicht? Kein Wunder, denn das Auto wird irgendwo in Norwegen zusammengeschraubt, von Öko-Idealisten, die wahrscheinlich ziemlich knapp bei Kasse sind und deswegen nie adäquat für ihr an sich gutes Produkt werden werben können. Außerdem hätte ich – ehrlich gesagt – eine Heidenangst, in einem solchen Elefantenrollschuh durch die Großstadt zu zuckeln und womöglich mir nichts, dir nichts von einem monströsen SUV oder Lkw überrollt zu werden.

Einen Tesla Roadster vielleicht? Oder einen Audi etron? Da gehöre ich definitiv nicht zur Zielgruppe, fürchte ich: Zweisitzer, schnittig, eher was für solvente Singles, Anwälte oder Zahnärzte, deren Kinder längst aus dem Haus sind.

Dann schon eher einen e3. Dieses Auto stammt von der Oldenburger EWE, einem findigen Energieversorger, der sich sein E-Auto einfach selber baut. Zusammen mit Karmann aus Osnabrück, einem Zulieferer, der kürzlich erst von der Auto-Weltmacht VW geschluckt wurde. Und das Schöne: Der Wagen ist größer als ein Bobby-Car und sieht ziemlich futuristisch aus.

Aber selbst wenn der e3 jetzt schon zu haben wäre, dann gäbe es immer noch ein kleines Problem. Die Infrastruktur nämlich. Zwar gibt es überall Steckdosen im Land, aber wer lässt mich an meinem Zielort oder auf dem Weg dorthin mal eben für fünf oder mehr Stunden an seine Steckdose, nur weil ich wieder nach Hause will?

Außerdem wäre es wünschenswert, nur Ökostrom zu tanken. Klar, denn sonst würde ich nämlich CO2 aus dem Kohlkraftwerk emittieren. Und überhaupt: Was mache ich, während mein Auto aufgeladen wird? Bei McDonald’s Musikvideos gucken und Fast Food verschlingen? Im Regen die Beine in den Bauch stehen? Oder nur so zum Zeitvertreib shoppen gehen bis die Kreditkarte glüht?

Es muss also noch ganz schön viel passieren in den nächsten zehn Jahren bis 2020, wenn, so wie es die Bundesregierung will, schon 1 Million Elektroautos über deutsche Straßen rollen…