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Energiesparen/Auto: Carsharing

Vorsprung durch Teilen

Carsharing kommt günstiger als ein Leihauto - wenn man nicht allzu oft ein Fahrzeug braucht.

Viele Menschen besitzen kein Auto. Die alltäglichen Wege gehen sie zu Fuß, nutzen das Rad oder öffentliche Verkehrsmittel. Das spart Energie und Geld. Doch was tun, wenn doch mal ein Auto nötig ist? In solchen Fällen bietet sich das so genannte Carsharing an.

Anschaffung, Haltung und Wartung eines Fahrzeuges ist teuer. Während Vielfahrer um diese kostspielige Investition kaum herum kommen, fahren jene, die nur hin und wieder ein Auto benötigen, mit Carsharing weit günstiger. Die Idee dahinter: Mehrere Menschen teilen sich je nach Bedarf ein Auto.

Derzeit baut die Autoindustrie zusammen mit Fahrzeugverleihern bundesweit in verschiedenen Ballungsräumen Carsharing-Angebote auf, die zum Teil auch Elektroautos in ihren Flotten führen. Oft konkurrieren lokale Carsharing-Vereine mit neuen überregionalen Anbietern. Die Fahrzeuge sind an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet stationiert und für Teilnehmer in wenigen Minuten zu erreichen.

So funktioniert Carsharing

Interessenten müssen sich registrieren, was mindestens 19 Euro kostet. Je größer das Auto, umso teurer die Miete. Es gibt verschiedene Abgerechnungsformen: Drive Now (BMW und Sixt) verlangt mindestens 29 Cent für jede Minute, die gefahren wurde. Ebenso Car2go (Daimler und Europcar). Etablierte Anbieter verrechnen eine Kombination aus gefahrenen Kilometern und der Zeit, die das Fahrzeug ausgeliehen war. Flinkster, das Carsharing der Deutschen Bahn, verleiht seine Autos an Bahnhöfen in über 140 Städten. Für Inhaber der Bahncard entfällt der Registrierungsbeitrag.

Carsharing ist "in"

Carsharing erfreut sich immer größerer Beliebtheit in Deutschland. Rund 260.000 Menschen in Deutschland teilen sich ein Auto mit anderen. Der Bundesverband CarSharing e.V. vermeldet einen Zuwachs von 30.000 Kunden im Jahr 2011.

Rund 7.100 Fahrzeuge stehen in Deutschland zum Teilen zur Verfügung. Auf ein Auto kommen somit circa 39 Fahrer, die sich bei Bedarf ein Auto ausleihen können. Während kleinere Unternehmen den Service nur in großen Städten wie Berlin, München, Hamburg und Hannover anbieten, sind größere Anbieter auch in kleineren Städten und Gemeinden vertreten. Insgesamt gibt es bundesweit 2.700 Stationen an 309 Orten - Tendenz steigend.

Die wachsende Akzeptanz für Carsharing-Projekte ist zum einen dem anhaltenden Wachstum des Angebots geschuldet: Um so mehr Leihstationen zur Verfügung stehen, um so komfortabler lässt sich der Service wahrnehmen. Hinzu kommt, dass zunehmend auch Autovermieter und Autohersteller Carsharing anbieten.

Unser Extra-Tipp: Autos teilen im Internet

Neben dem klassischen Carsharing etablieren sich zunehmend auch Vermittlungsplattformen im Internet. Bei diesem so genannten "Peer-to-peer-Car-Sharing" stellen private Autobesitzer ihr Fahrzeug zur Verfügung, wenn sie es ohnehin nicht benötigen. Bekanntester Online-Anbieter für dieses Konzept ist https://www.nachbarschaftsauto.de/.

Auch privat formieren sich immer mehr Gruppen, die sich ein so genanntes Nachbarschaftsauto teilen. Autoversicherer bieten für solche Fahrzeuge spezielle Versicherungen an. Damit es beim privaten Carsharing nicht zum Rechtsstreit kommt, empfiehlt sich eine vertragliche Regelung für alle Beteiligten festzulegen. Solch ein Vertrag kann über den ökologischen Verkehrsclub VCD gegen Gebühr bestellt werden.

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