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Millionen Hektar Wald gingen weltweit zwischen 2000 und 2010 verloren – das entspricht der 1,5 fachen Fläche Österreichs. (Quelle: WWF)

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Energiesparen/Sanieren: Richtig Dämmen

Bis zu 80 Prozent Heizkosten sparen

Wärmebrücken

Neben schlecht isolierten Wänden stellen vor allem die sogenannten Wärmebrücken ein Problem dar. Als Wärmebrücken bezeichnet man jene Stellen im Haus, an denen Wärme problemlos aus dem Gebäude entweichen kann. Paradebeispiele für diese Energiefresser sind Balkone, Rollladenkästen und Heizkörpernischen. In älteren Gebäuden befindet sich an diesen Stellen oftmals nur eine dünne Holz- oder Holzwerkstoffplatte und nahezu keine Isolierung. Sichtbar werden Wärmebrücken in thermografischen Aufnahmen von Häusern.

Warme Farben, wie gelb und rot, kennzeichnen darin den Wärmeverlust. Kalte Farben, wie blau, sprechen für eine effiziente Dämmung. Gerade bei Altbauten können die Auswertungen die ein oder andere Schwachstelle an der Fassade zum Vorschein bringen.

Für Wärmebrücken gibt es inzwischen spezielle Dämmlösungen, die von zahlreichen Herstellern angeboten werden. Wer schnelle und vergleichsweise preiswerte Abhilfe benötigt, kann hier mit dem Nachrüsten beginnen.

Dachboden & Keller

Nicht nur über die Außenwände und Wärmebrücken geht wertvolle Heizwärme verloren. Die meiste Wärme entflieht über den Dachboden. Deshalb hat der Gesetzgeber 2007 eine Nachrüstungspflicht für Dachböden im Gesetz verankert.

Gerade bei nicht ausgebauten Dachböden ist eine effektive Dämmung besonders schnell und preiswert installiert. Der Dämmstoff muss einfach nur dicht gestoßen auf dem Dachboden ausgelegt werden. Eine einfache Maßnahme, die den Wärmeverlust um bis zu 90 Prozent reduziert. Bei einer Deckenfläche von 100 Quadratmetern liegt die Ersparnis bei stolzen 1.600 Euro im Jahr.

Auch der Keller stellt bei schlecht isolierten Häusern ein großes Wärmeleck dar. Ist der Keller ungeheizt, empfiehlt sich deshalb die Dämmung der Kellerdecke. Handelt es sich um einen genutzten, beheizten Keller kommt man um eine aufwändige Sanierung nicht herum. Aber auch hier gilt: Ist der Keller erst gedämmt, spart das bares Geld.

Kosten-Nutzen Rechnung

Das Dämmen von Häusern kann teuer werden. Bei einem Einfamilienhaus können Kosten zwischen 20.000 und 40.000 Euro entstehen. Doch die Investition lohnt sich: Mit einer guten Dämmung lassen sich die Heizkosten mindestens halbieren. Nach zehn bis zwölf Jahren haben sich die Kosten für die Sanierung somit amortisiert – jede weitere Einsparung fließt in die Haushaltskasse.

Hinzu kommt, dass Energiesparer vom Staat belohnt werden. Die KfW-Förderbank bezuschusst eine effektive Sanierung mit bis zu 13.125 Euro. Darüber hinaus werden günstige Kredite vergeben, die das teure Unterfangen schmackhaft machen sollen. Energiesparen lohnt sich!

Unser Extra-Tipp

Eine neue Dämmung spart nicht nur Energie und Kosten. Das gesamte Raumklima wird spürbar behaglicher und die Schimmelgefahr verringert sich um ein Vielfaches.

Doch aufgepasst: Um so besser ein Raum isoliert ist, um so geringer wird die natürliche Luftzirkulation. Deswegen gilt: Regelmäßig Stoßlüften!

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