Ist Ihre Heizung fit für den Winter?
Machen Sie den Heizungs-Check
Starten Sie sorglos in die kalte Jahreszeit

Viele Verbraucher sehen der nahenden Heizperiode mit Sorge entgegen. Der Grund: Immer frostigere Winter lassen die Heizkosten steigen. Unser Energieexperte verrät Ihnen, wie Sie mit einfachen Mitteln Ihre Heizkosten senken und gut gerüstet in die kalte Jahreszeit starten.
Werden die Winter immer kälter? Die Anzahl der Kältetage in den vergangenen Jahren deutet es zumindest an. Gemeint sind damit Tage, an denen die Durchschnittstemperatur unter fünf Grad liegt. Der Winter 2008/2009 hatte elf solcher Kältetage. 2009/2010 waren es schon sechszehn und im vergangenen Winter sogar einundzwanzig.
Hinzu kommt, dass die Preise für Rohstoffe, wie Öl, Gas und Holz steigen. Das schlägt sich in den Heizkosten nieder.
Dennoch müssen die Nebenkosten nicht höher ausfallen. Clevere Energiesparer wirken eisigen Temperaturen effektiv entgegen.
Ziehen Sie Ihre Rohre warm an
Für Heizungs- und Warmwasserleitungen, die durch ungeheizte Räume verlaufen, schreibt der Gesetzgeber eine Dämmung vor. Auch bei Leitungen in beheizten Räumen empfiehlt sich eine Isolierschicht. Der Aufwand, eine solche Dämmung nachträglich anzubringen, beziehungsweise zu erneuern, ist vergleichsweise gering, spart jedoch bares Geld und teure Heizenergie.
Dampf ablassen für kuschlige Temperaturen

- Ein Grad weniger Raumtemperatur spart bis zu sechs Prozent Heizkosten. Unsere Tabelle zeigt die ideale Temperatur für jeden Raum.
Gluckern, klopfen, knacken: Macht Ihr Heizkörper Geräusche, heizen Sie möglicherweise ineffizient. In den meisten Fällen werden die Geräusche durch Luft in den Leitungen verursacht. Um eine Heizung zu entlüften, benötigen Sie keinen Handwerker. Baumärkte bieten für wenig Geld sogenannte "Entlüftungsschlüssel" an.
Öffnen Sie mit einem solchen Schlüssel die Vierkantschraube Ihres Heizkörpers minimal. Sobald anstelle von Luft Wassertropfen entweichen, schließen Sie die Schraube wieder. Ein kleines Gefäß reicht aus, das entweichende Wasser aufzufangen, bis die Schraube wieder geschlossen ist.
Heizungswartung lohnt sich
Schlecht eingestellte Heizsysteme verursachen unnötig hohe Kosten und sind anfällig für schwerwiegende Schäden. Wer seine Heizung regelmäßig vom Fachmann warten lässt, spart rund fünf Prozent Heizkosten. Dieser stellt beispielsweise die Vorlauftemperatur des Heizwassers richtig ein. Ist der Fachmann im Hause, empfiehlt sich auch ein hydraulischer Abgleich. Der sorgt für die gleichmäßige Verteilung der Wärme in den Heizkörpern, der Energieverbrauch sinkt um bis zu 15 Prozent.
Bis zu 700 Kilowatt mit neuer Pumpe einsparen
Alte Heizungspumpen ziehen pro Jahr bis zu 800 Kilowattstunden Strom. Eine neue Pumpe benötigt nicht einmal 100 Kilowattstunden. Durch intelligente Steuerung läuft die Pumpe nur dann, wenn sie benötigt wird. Die Kosten für Anschaffung und Einbau einer neuen Pumpe amortisieren sich nach kurzer Zeit.
Vorsicht bei ungeheizten Räumen im Haus
Sobald die Temperatur in unbeheizten Räumen unter null Grad sinkt, besteht die Gefahr, dass Wasser in den Leitungen gefriert. Rohrbrüche und andere Schäden können die Folge sein. Wenn Sie den Heizungsregler auf das Frostzeichen (ähnlich einem Stern) stellen, bleibt das Wasser in den Leitungen warm genug, um nicht zu gefrieren. In leer stehenden Häusern sollte das Wasser komplett aus den Leitungen gelassen werden.
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