Energiesparen/Wohnen: Energiesparlampen, LED und OLED
Lang lebe die Energiesparlampe!

Die Glühlampe war gestern, die Zukunft gehört der Energiesparlampe. Wie sich mit Halogen und LED Strom einsparen und Kosten senken lassen, und warum OLED die Zukunft für energiesparende Beleuchtung ist, verraten unsere Energiespartipps.
Die EU-weite Abschaffung der weit verbreiteten 60 Watt-Glühlampe wird zum 1. September 2011 wieder zu Hamsterkäufen durch die Verbraucher führen. Das gleiche Phänomen war bereits in den Vorjahren zu beobachten, als die 75- und 100-Watt-Birnen aus dem Verkehr gezogen wurden. Die Bürger haben sich bisher mit den sogenannten Energiesparlampen nicht wirklich anfreunden können.
Dabei sparen Energiesparlampen der neuesten Generation etwa 80% des Stromverbrauches ein und haben eine um das 15-fache längere Lebensdauer. Auch die weiteren Zahlen zum geringeren Energieverbrauch können sich sehen lassen:
- Energiekosten-Einsparungen bis zu 8 Milliarden Euro in Europa.
- 7,5 Milliarden kWh Strom kann allein Deutschland an Energie einsparen.
- 4,5 Millionen Tonnen weniger CO2-Ausstoß (für Deutschland).
- Energiesparlampen erreichen beim EU-Label die Effienzklassen A oder B, Glühlampen nur G (schlechteste Effizienzklasse).
Kritiker der Energiesparlampen verweisen auf die Verwendung von giftigem Quecksilber, die Entsorgung auf dem Sondermüll und das vermeintlich schlechte, unnatürliche Licht. Befürworter halten dagegen, dass Energiesparlampen der Kategorie 1 „warmweiß“ (Kategorie 1 „natürlich“ bis 4 „künstlich“) für die Augen angenehmer und schonender sind als Glühlampen. Selbst wenn eine Lampe kaputt ginge, sei die enthaltene Quecksilbermenge für den Menschen unbedenklich. In der Regel läuft die Entsorgung über die örtlichen Wertstoffhöfe.
Halogen: natürliches Licht, geringe Energieeffizienz
Diese Technik war noch nie richtig „in" und ist eigentlich auch schon wieder „out“. Denn Halogenstrahler verbrauchen nur etwa 30% weniger Energie als herkömmliche Glühlampen. Halogen-Deckenfluter mit 300 Watt und mehr Leistung verbrauchen im Vergleich zur leistungsstärksten Energiesparlampe das Zehnfache an Strom.
Allerdings erzeugen die Lampen ein natürlicheres Licht und sind gut dimmbar. Zudem ist die Entsorgung problemlos über den Hausmüll möglich. Allerdings hat der EU-Bannstrahl die weniger effizienten Halogenlampen wie die 100-Watt-Glühlampen bereits getroffen. Schrittweise dürfen bis 2016 nur noch Halogenleuchten der Energieeffizienzklassen B und C verkauft werden.
LED: Energiesparend und hohe Lebensdauer
Leuchtdioden überzeugen vor allem durch ihre hohe Lebensdauer.
Sie enthalten kein Quecksilber und sind problemlos und unbedenklich zu entsorgen. LEDs strahlen keine Wärme aus. Langsam, aber sicher holen LED-Energiesparlampen gegenüber der Standard-Energiesparlampe bei den Marktanteilen auf.
Bis zum Jahr 2012 erwartet die Branche nach einer aktuellen Studie (Quelle: „Die Zeit“) einen Umsatz von 12,6 Milliarden Euro weltweit. Die moderne LED-Technik ist derzeit noch teuer. Eine LED-Lampe mit Schraubsockel kostet mindestens 30 Euro. Wer ein Spitzenprodukt kauft, bei dem unter anderem die Lichtfarbe einstellbar ist, muss bis zu 80 Euro investieren. Mittelfristig lohnt sich eine Anschaffung aber trotzdem: LED-Lampen amortisieren sich in der Regel aber nach zwei bis drei Jahren. LED-Lampen stehen heute vor dem Durchbruch bei Kfz-Frontscheinwerfern, in der Tunnel- und Straßenbeleuchtung.
OLED: Energieeffizient, langlebig und umweltfreundlich
Erste Lampen auf Basis organischer Leuchtdioden (OLED) gibt es bereits. Die noch sparsamere Technik soll in einigen Jahren die Energiesparlampen mit deren giftigen Inhaltsstoffen ganz vom Markt verdrängen. OLEDs sind umweltfreundlich in der Erzeugung, halten bis zu zehnmal länger als Energiesparlampen und sind außerdem umweltfreundlich in der Entsorgung.
OLEDs bieten sich noch für weitere Einsatzfelder an: Weil die Anzeigen von selbst leuchten, brauchen sie bis zu fünfmal weniger Strom als klassische Beleuchtungselemente.
Achten Sie beim Kauf von Energiesparlampen darauf, dass es sich um Markenware handelt. Billige Produkte haben oft nur eine Lebensdauer von 2.000 Stunden, Markenlampen schaffen dagegen bis zu 15.000 Stunden.
Gehen Sie mit der Zeit: LED-Lampen versprechen eine noch längere Lebensdauer und bestechen durch Ihre Umweltverträglichkeit bei der Entsorgung. Die höheren Anschaffungskosten amortisieren sich mittelfristig.
Unser extra Energiespar-Tipp
Ein großes Einsparpotenzial liegt beim Ein- und Ausschalten. Wer die Beleuchtung in seiner Wohnung über Bewegungsmelder automatisiert, reduziert damit seine Stromkosten in diesem Bereich um bis zu 60%.







