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Gigawattstunden Strom exportierte Deutschland 2011 ins Ausland. (Quelle: BDEW)

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Energietrends/EnergiePlus: Grüne Gebäudesanierung

Sanieren 2.0: Eine Bank sieht grün

Die Deutsche Bank will in ihrer Frankfurter Zentrale den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß um mindestens 50 Prozent senken. Wenn im Jahr 2010 die Sanierung abgeschlossen ist, heißen die Doppeltürme "Greentowers" und sollen eine globale Vorbildfunktion übernehmen.

Die 155 Meter hohen Doppeltürme mit der Spiegelfassade dominieren nicht nur die Skyline Frankfurts, sie gehören nach der größten Gebäudesanierung Europas auch zu den umweltfreundlichsten Hochhäusern der Welt.

Die Deutsche Bank will auf der Grundlage ihrer Selbstverpflichtung zur Nachhaltigkeit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. "Unser Ziel lautet, bis 2013 die weltweiten Geschäftsaktivitäten vollständig klimaneutral zu betreiben", sagt Klaus Thoma, Pressesprecher der Deutschen Bank. "Ursprünglich sollte nur der Brandschutz in den Doppeltürmen verbessert werden. Nach einer grundlegenden Gebäudeanalyse entschied sich der Vorstand für eine umfassende, umweltschonende Modernisierung."

Innovative Maßnahmen zur Energieeinsparung

Neben der Umsetzung eines "Green-Building"- Ansatzes soll das Gebäude transparenter und besser in das Stadtbild eingebunden werden. "Im Rahmen eines Wettbewerbs hat sich der Gesamtvorstand der Deutschen Bank einstimmig für den renommierten Mailänder Architekten Mario Bellini entschieden. Sein Konzept für Energieeffizienz und Nutzerkomfort hat alle überzeugt." Für die Umsetzung arbeitet ein Team von Fachplanern, Lichtspezialisten und Technikern Hand in Hand, denn ein Gebäude nachträglich "grün" zu machen ist eine besondere Herausforderung.

Neben der Nutzung von erneuerbaren Energien, setzen innovative Maßnahmen neue Standards in Sachen Energieeinsparung. Hochisolierende Dreifachverglasung und eine verbesserte Dämmung halten im Sommer die Hitze ab und reduzieren den Wärmeverlust im Winter. Da sich jedes zweite Fenster öffnen lässt, entsteht eine natürliche, angenehme Luftzirkulation.

Wassersparendes System senkt Verbrauch enorm

Im Frühjahr und Herbst werden Wärme und Kälte gleichzeitig benötigt, deren Erzeugung eine Wärme-Kälte-Kopplung ermöglicht. Neue Heiz- und Kühldecken nutzen die Gebäudemasse als Wärmespeicher. Die 67 Prozent Einsparung bei der Heiz- und Kühlenergie entspricht dem Jahresverbrauch von 750 Einfamilienhäusern. Auch das neue Wassermanagement, bestehend aus hauseigenem Recycling, Regenwassernutzung sowie dem Einbau von wassersparenden Systemen, mindert den Verbrauch künftig um 74 Prozent.

Im Bereich Strom sinkt der Verbrauch, dank intelligenter Systeme, die den Komfort gleichzeitig erhöhen, um 55 Prozent. Die platzsparende Gebäudetechnik schafft 850 Quadratmeter zusätzliche Bürofläche und somit Platz für 600 neue Mitarbeiter. "Als Mitglied des U.S. Green Building Council werden wir die Ergebnisse der nachhaltigen Modernisierung unserer Unternehmenszentrale durch eine "Leadership in Energy and Environmental Design" - Zertifizierung messbar machen", erklärt Klaus Thoma. "Dabei strebt die Deutsche Bank die höchstmögliche Auszeichnung an."

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