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Energietrends/Promi-Interview: Sonja Kirchberger

"Ich trage meinen Teil dazu bei“

Interview energie-tipp.de mit Sonja Kirchberger, Umweltschutz, Klimaschutz

energie-tipp.de befragt regelmäßig Prominente, was sie für den Umweltschutz tun. Im aktuellen Gespräch erzählt die Schauspielerin Sonja Kirchberger, wie sie sich für den Umweltschutz engagiert.

Wie stark engagieren Sie sich für Umweltschutz?

Das begleitet mich auf Schritt und Tritt, auch weil mich meine eigene Erziehung in diesem Punkt stark geprägt hat.

Inwiefern?

Meine Mutter hat schon damals Aktionen in Sachen Umweltschutz unternommen, die sie oft zum Außenseiter machten. Das war für mich als Kind manchmal schwierig, aber heute macht es mich sehr stolz auf sie.

Als Wahl-Mallorquinerin sind Sie sicher mit Solaranlagen auf Privatdächern vertraut – beschäftigen Sie sich selbst mit dem Thema erneuerbare Energien?

Natürlich trage auch ich meinen Teil zur Nutzung regenerativer Energie bei und bin damit auch noch lange nicht fertig. Wir haben Pläne, uns in Zukunft noch umfangreicher damit auseinanderzusetzen und alternative Energiegewinnung noch stärker in unser Leben zu integrieren.

Achten Sie zum Beispiel auf biologische Ernährung? Ist das auf Mallorca möglich?

Verglichen zu früher ist die Insel heute ein Bio-Paradies. Ich bin fast vegan aufgewachsen und meine Mutter, die ihrer Zeit weit voraus war, achtete schon damals stark darauf, dass wir ausschließlich biologisch erzeugte Nahrung zu uns nehmen. Ich achte ebenso sehr auf unsere Ernährung. Meinen Mann konnte ich davon überzeugen, dass Nahrung als Medizin zu verstehen ist und meinen Sohn nerve ich zwischendurch gewaltig damit. Aber Ausdauer ist meine Stärke.

Mütter achten besonders auf die Umwelt, weil sie wissen, dass ihre Kinder diese einmal erben werden. Leben Sie das mit Ihren Kindern, zum Beispiel: „Heute fahren wir nicht mit dem Auto, sondern mit dem Fahrrad“?

Unser Sohn ist 11 Jahre alt. In diesem Alter wird in den Schulen schon sehr deutlich über die Gefahren, auf die wir zusteuern, gesprochen. Für mich ist es die große Herausforderung, meinen Sohn über die Dinge in der Welt zu informieren, ohne ihn zu beängstigen. Als Eltern haben wir eine große Vorbildfunktion und sind uns dieser Verantwortung bewusst. Wir sind beispielsweise Fahrradfahrer und nehmen das Auto nur, wenn es wirklich sein muss. Aber Themen wie Mülltrennung, Fahrrad statt Auto oder die Vermeidung unnötigen Wasser- oder Stromverbrauchs – das sollten für uns alle keine große Sachen mehr sein. Nur weil ich das einhalte, sehe ich mich auch nicht als besonders umweltbewusst. Das sollte heute für uns alle selbstverständlich sein.

Was würden Sie als Bundesumweltministerin sofort ändern?

Es gibt sehr viel zu ändern. Aber um das umsetzen zu können, müsste es durchwegs mehr seriöse Informationsquellen geben und nicht nur Angst verbreitende Schlagzeilen ohne Inhalt. Fundierte Aufklärung wäre wohl das erste Thema, das ich angehen würde.

Thema persönliche Energie: Wie kommen Sie aus stressigen Dreharbeiten wieder raus, wie schalten Sie ab und tanken wieder auf?

Ich mag es, wenn viel los ist und es einen straffen Zeitplan gibt. Das empfinde ich gar nicht als Stress. Stress wäre für mich, wenn ich mich länger mit negativen Menschen umgeben müsste oder wenn ich mich zu lange mit Situationen beschäftige, die ich ohnehin nicht ändern kann. Beides versuche ich zu verhindern. Und zwar wo und wann ich nur kann. Das Leben ist viel zu kurz, um seine Energie mit negativen Menschen oder Umständen zu vergeuden. Aber ich verstehe mich auch auf die hohe Kunst des „Nichtstun". Ich kann nach einer Yogastunde ewig lange am Strand sitzen, dem Meer beim Tanzen zusehen und alles um mich vergessen.

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