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Trink- oder Nutzwasser?


Ja klar, immer her damit.
Ja, nur nicht bei der Körperhygiene.
Nein, ich halte das für Unsinn.


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6000

Gigawattstunden Strom exportierte Deutschland 2011 ins Ausland. (Quelle: BDEW)

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Energie-News

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Energietrends/Technologien: Alles über das Solarprojekt Desertec

Energie-Flatrate aus der Wüste

20 Quadratmeter Wüste genügen, um den Strombedarf eines Menschen Tag und Nacht CO2-frei zu decken. Saubere Energie gibt es also im Überfluss – man muss sie nur nutzen.

Die Wüsten der Erde empfangen in sechs Stunden mehr Energie von der Sonne als die Menschheit in einem Jahr verbraucht. Diese Tatsache brachte Gerhard Knies Mitte der 90er-Jahre ins Grübeln. Fasziniert von dieser unerschöpflichen Energiequelle entwickelte der Physiker das Projekt „Desertec“. Sein Ziel: die Wüsten dieser Erde mit solarthermischen Kraftwerken bestücken und damit Strom erzeugen. Über Hochspannungsleitungen gelangt die Energie zu den Verbrauchern in Nordafrika, Europa und im Nahen Osten.

 

Andasol beweist, dass Desertec funktioniert

Im spanischen Andalusien laufen bereits zwei solarthermische Kraftwerke: Andasol 1 und 2. Ein drittes befindet sich im Bau. Spiegel bündeln Sonnenlicht in kilometerlangen Reihen oder Kreisen auf einen Punkt – den so genannten Absorber. Der wandelt die konzentrierte Sonnenstrahlung in Wärme um. Die Wärme erzeugt Wasserdampf, der über Turbinen Generatoren für die Stromerzeugung antreibt. Damit das Kraftwerk auch nachts Strom produziert, lässt sich die Wärme in flüssigem Salz oder Beton speichern.

Desertec: Ein Konzept für alle Wüsten auf der Erde

Geeignete Wüsten gibt es auf allen Kontinenten. In welchem Ausmaß die Menschen davon profitieren können, zeigt die Desertec-Idee. Gemeinsam mit Staaten im Nahen Osten und in Nordafrika plant Europa ein riesiges Energienetz. Das Ziel: Die Länder südlich und östlich des Mittelmeers sammeln in ihren Wüsten Sonnenenergie und nutzen sie für die Meerwasserentsalzung. Überschüssige Energie liefern sie nach Europa. Vor allem strukturschwache Regionen profitieren von den Einnahmen aus dem Energieexport. Mit dem Strom aus der Wüste kann Europa Schwankungen bei der Erzeugung erneuerbarer Energien ausgleichen.

Eine Vision wird Wirklichkeit: Desertec in Marokko

Langsam wird die Vision Wirklichkeit: Nach den ersten Projekten in Europa hat die Desertec-Industrieinitiative "Dii" den Weg für ein großes Solarprojekt in Marokko geebnet. Unter Leitung der marokkanischen Agentur für Solarenergie (Masen) soll ein Solarkraftwerk in der marokkanischen Wüste entstehen. Die Fertigstellung des Kraftwerks ist für 2016 geplant. In 10 bis 15 Jahren soll der erste Wüstenstrom aus Nordafrika nach Europa fließen.

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