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produzierten deutsche Solaranlagen im Jahr 2011. Damit könnten 5,1 Millionen Haushalte ein Jahr lang versorgt werden. (Quelle: BSW-Solar)

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Energietrends/Technologien: Zukunftsvision LED

Fernsehen im Mikrometerformat

Fenster, die auch nachts den Raum beleuchten, Lichthimmel in den eigenen vier Wänden und Fernsehen auf einer hauchdünnen Folie. Was heute noch nach einem Science-Fiction-Film klingt, könnte schon bald Realität werden. Möglich machen es organische Leuchtdioden, kurz OLEDs. OLEDs sind dazu auch noch wahre Energiesparer.

Die mangelhafte Energieeffizienz der Glühlampe ist Anlass für die Europäische Union diese per Verbot schrittweise vom Markt zu nehmen. Aus gutem Grund, findet Dr. Dietrich Bertram, Leiter der OLED-Aktivitäten bei Philips: „Da Licht für etwa 20 Prozent des weltweiten Energieverbrauches verantwortlich ist, ist die Entwicklung energiesparender Lichtlösungen besonders wichtig, um einen praktischen Beitrag zur Reduzierung des CO2 Aufkommens zu leisten und damit der Erderwärmung entgegen zu treten.“

Ihr Nachfolger, die Energiesparlampe, verbraucht fünfmal weniger Strom bei zwölfmal längerer Lebensdauer, hat aber einen gravierenden Nachteil: Das in ihr enthaltene Quecksilber schadet der Umwelt. LED-Leuchten sind hingegen ökologisch unbedenklich und ähnlich Strom sparend. Zusätzlich eröffnen Organische LEDs (OLED), völlig neue Möglichkeiten der Beleuchtung.

Enorme Möglichkeiten mit organischen LEDs

OLED bestehen aus hauchdünnen, organischen Schichten. Das organische Material leuchtet, sobald ein schwacher Strom hindurchfließt. Ohne Strom ähneln OLED-Leuchten einer gewöhnlichen Plastikfolie. Flächige, nur wenige Mikrometer dünne OLED-Lichtquellen bieten nicht nur neue Optionen fürs Design, sondern sind auch deutlich angenehmer für den Nutzer, da sie im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Punktlichtquellen nicht blenden und weniger harte Schatten bilden. Die Bauweise macht eine OLED-Leuchte nicht nur sehr dünn, sondern auch beweglich. Der zusammenrollbare Computer wird dadurch vorstellbar.

Geringer Stromverbrauch

Was heute noch mit "Flachbildschirm" betitelt wird, könnte in Zukunft gegen einen OLED-Bildschirm dick und globig wirken. Handys, Digitalkameras, Touchscreens - sämtliche Displays könnten durch organische Leuchtdioden auf ein Minimum ihrer jetzigen Größe reduziert werden. 
Oft muss technischer Vorteil durch höheren Energieverbrauch ausgeglichen werden. Nicht so im Falle der OLEDs. Nahezu der gesamte Strom wird in Licht umgewandelt, kaum etwas geht als Wärme verloren. Deshalb kann man OLEDs auch nach langer Laufzeit problemlos berühren, ohne sich die Hände zu verbrennen.

Unvorstellbare Zukunftsvisionen

Welche Veränderungen das OLED mit sich bringen wird, ist schwer abzusehen. Fest steht jedoch: OLEDs können das Erscheinungsbild von Räumen grundlegend verändern. Nicht mehr einzelne Lampen, ganze Flächen könnten in Zukunft Innenräume erhellen. Von der Decke baumelnde Lichtquellen würden dann wie mittelalterliche Kerzenbeleuchtung wirken. 
Solche großflächigen Beleuchtungskörper haben das Potenzial, viele Beleuchtungskonzepte zu revolutionieren, denn flexible Leuchtfolien ließen sich überall aufkleben.

“Das bedeutet eine enorme Freiheit für Designer, bei der Kreation von aufregenden, neuen Konzepten. Stellen Sie sich Kleidung vor, die schimmert, Fenster, die auch nach Einbruch der Dunkelheit Sonnenlicht abstrahlen, Möbel mit leuchtenden Reflexen, oder Schmuck, der Licht abstrahlt. Mit jeder Weiterentwicklung der Technologie vergrößert sich auch die Bandbreite unserer Ideen, und die Umsetzung vieler dieser Konzepte ist näher, als es sich vielleicht anhört.” erklärt Kristin Knappstein, Business Development Manager OLED bei Philips Lighting in Aachen.

Erste OLED-Displays in hochpreisigen Smartphones

Da OLEDs bislang noch teurer als LCDs sind, kommen sie bisher nur in speziellen Anwendungen zum Einsatz. Die Hauptanwendungen von OLED-Bildschirmen liegen momentan bei kleinen und kleinsten Anzeigen für Mobiltelefone und andere Kleingeräte. Große Bildschirme sind bisher noch nicht zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar.

Der Durchbruch im Fernseh- und Monitorbereich wird wohl noch einige Jahre auf sich warten lassen. MP3-Player, Handys und Kameras mit OLED-Displays sind aber bereits erhältlich. Langsam beginnt sich die OLED-Technik als Standard in hochpreisigen Smartphones durchzusetzen. Fast alle Neuerscheinungen in diesem Bereich setzen auf die OLED-Technik.

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