Energietrends/Technologien: Öko-Handys
Klimaschutz erobert die Handy-Welt

Den Besuchern der weltgrößten Handy-Messe (MWC) in Barcelona bot sich im Februar eine ungewöhnliche Neuerung: Die Elektrohersteller Samsung, LG, ZTE und Motorola stellten die ersten Öko-Handys vor. Damit wird das Handy zum potenziellen Energie- und Geldsparer.
Eins haben alle Öko-Handys gemeinsam: Sie bestehen hauptsächlich aus recyceltem Plastik. Hoch im Kurs steht der Verzicht auf schadstoffhaltige Materialien: Öko-Handys sind weitgehend frei von Halogen, PVC, Weichmachern oder Karbon. Auch die Verpackung der Geräte besteht aus wiederverwertbaren Materialien.
Die Energiespar-Funktionen der Öko-Handys sind von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. So erhöht sich die Energieeffizienz des Samsung Blue Earth im „Eco Mode“ erheblich. Das dazu gehörige Ladegerät verbraucht im Stand-by-Modus weniger als 0,03 Watt.
Solarpanel nutzen Sonnenstrahlen als Energielieferant
Samsung und ZTE bieten Modelle mit fest installiertem Solarpanel an. Der koreanische Hersteller LG verkauft ein Solarpanel als Zubehör zum Nachrüsten für 39,90 Euro. Motorola verzichtet bei seinem Öko-Handy W233 gänzlich auf Solarzellen und setzt auf die umweltbewusste Herstellung und Entsorgung der Geräte.
Telefonieren mit Sonnenenergie funktioniert bei den Öko-Handys so: Eine Stunde Lichteinfall lädt beispielsweise den Akku des Samsung Blue Earth für fünf bis zehn Minuten Gesprächszeit auf. LG wirbt für sein GD510 Pop mit dem Slogan „Elf Minuten Sonnenschein für drei Minuten Gespräch“. An sonnigen Tagen kommen die Solar-Handys ganz ohne Strom aus der Steckdose aus.
Energiesparen mit Öko-Handys ohne Komfort-Verzicht
Die Zeiten, in denen Ökologie mit Verzicht auf Komfort und Funktionalität einherging, scheinen endgültig vorbei zu sein. Insbesondere die Öko-Modelle von Samsung und LG stehen herkömmlichen Handy-Typen in nichts nach: Drei-Zoll-Touchscreen, 3.2 Megapixel-Kamera, HSDPA und WLAN machen die Energiesparer zu echten Smartphones.
Das Modell des chinesischen Herstellers ZTE überzeugt hingegen nicht durch zeitgemäße Funktionen, verfolgt aber auch andere Ziele: Das ZTE Coral 200 Solar, soll Handys auch für jene Menschen nutzbar machen, die entweder keinen Zugang zu Strom haben, oder sich keinen Strom leisten können. Diese Zielgruppe umfasst weltweit rund zwei Milliarden Menschen.
Handy-Display zeigt CO2-Ersparnis an
Sowohl das LG GD510 Pop, als auch das Samsung Blue Earth zeigen die CO2-Ersparnis des Öko-Handys in Form von geretteten Bäumen auf dem Display. Die „Eco Walk“-Funktion des Samsung Blue Earth zählt darüber hinaus noch die getätigten Schritte und rechnet aus, wie viel CO2 im Vergleich zu einer Autofahrt gespart wurde.
Unser Extra-Tipp für den Klimaschutz:
Wer sich für Samsungs Öko-Handy Blue Earth entscheidet, engagiert sich bereits beim Kauf für die Umwelt. Mit einem Teil des Gewinns aus Blue Earth-Verkäufen unterstützt Samsung den WWF bei seinem Engagement in der Uckermark.








