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Energie Trends/Technologien: Wärme & Strom selbst erzeugen

Kraftwerk fürs Eigenheim

Dank Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Mini-BHKWs, auch Mikrokraftwerke genannt, können Sie jede Menge Geld sparen.

Staatliche Fördermittel und technologischer Fortschritt machen die Kraft-Wärme-Kopplung zunehmend auch für Besitzer von Einfamilienhäusern interessant: Mikro-Kraftwerke, die effizient Strom und Wärme produzieren, können sich für eine Familie lohnen.

Blockheizkraftwerke (BHKW) funktionieren nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Diese Anlagen erzeugen mit einem Motor als Antrieb Strom. Sie können mit unterschiedlichen Energiequellen betrieben werden (Heizöl, Pflanzenöl, Erdgas, Biogas, Biomasse etc.). Bei der Verbrennung entsteht Abwärme, die für Heizung und Warmwasser genutzt werden kann.

Früher eigneten sich BHKWs wegen ihrer hohen Leistung nur für Mehrfamilienhäuser oder Gewerbebetriebe: Denn nur voll ausgelastet arbeiten sie effizient. Doch Mikro-KWK-Anlagen mit 1 bis 2,5 Kilowatt (kW) Leistung kann man auch im Einfamilienhaus wirtschaftlich betreiben (Mikro = Leistung bis zu 15 kW).

Mikro-BHKWs fürs Eigenheim

Mehrere Firmen haben mittlerweile Mikro-BHKWs im Angebot. Als erster Hersteller brachte Heizungsbauer Vaillant mit dem „Ecopower 1.0“ eine KWK-Anlage in Deutschland auf den Markt, deren Einsatz sich im Eigenheim rechnet. Für dieses in Kooperation mit Honda entwickelte System erhielt Vaillant 2011 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis.

Im „Ecopower 1.0“ verbrennt ein kleiner Viertaktmotor Erdgas und treibt einen Generator an. Dabei entstehen Strom und Wärme. 2,5 kW Leistung des Motors reichen aus, um den Grundwärmebedarf eines Vier-Personen-Haushalts abzudecken. Übersteigt bei großer Kälte der Wärmebedarf die Kapazität des Motors, springt das integrierte Erdgas-Brennwertgerät an. Ausgestattet mit intelligenter Steuerung und einem großzügigen Warmwasserspeicher kommt der „Ecopower 1.0“ auf eine Jahreslaufleistung von 4.500 Stunden. Um sich zu rentieren, muss eine KWK-Anlage nach Angabe von Fachleuten mindestens 4.000 Stunden jährlich auf Volllast laufen.

Förderung für Mini-KWK-Anlagen

Teurer als Brennwertheizkessel sind Mikro-BHKWs immer noch, doch sind die Preise in den letzten Jahren deutlich gesunken. War man früher mit mindestens 25.000 Euro „dabei“, gibt es stromerzeugende Heizungen jetzt auch schon ab etwa 15.000 Euro. Weil die Wärme- und Stromproduktion mit BHKWs Primärenergie und CO2-Emissionen einspart, fördert zudem der Staat diese Investition. So vergibt die KfW-Förderbank für KWK-Anlagen mit fester Biomasse als Energiequelle Kredite zu günstigen Konditionen im Förderprogramm „Erneuerbare Energien“.

Darüber hinaus werden Mini-KWK-Anlagen (Mini = Leistung bis zu 50 kW) ab 2012 wieder vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Die Zuschüsse für die Investition sind gestaffelt nach elektrischer Leistung und Mindestbetriebszeit. Für eine Mikro-Anlage mit 1 kW Leistung beträgt die Fördersumme 1.500 Euro. Der Betrag wird gekürzt, wenn die Anlage die Mindestbetriebszeit von 5.000 Stunden jährlich nicht erreicht.

Anträge ab April 2012

Die Anforderungen sind hoch, denn es sollen nur sehr effiziente Anlagen gefördert werden: Anlagen mit einer Leistung bis zu 10 kW müssen mindestens 15 Prozent Primärenergie einsparen. Vorgeschrieben sind zudem u.a. ein intelligentes Wärmespeichermanagement, ein Gesamtnutzungsgrad von 85 Prozent und ein Wartungsvertrag mit einem Fachmann. Die Anlage muss „wärmegeführt“ sein, was bedeutet, dass sich die Leistung am lokalen Wärmebedarf (nicht am Strombedarf) orientiert. Für welche KWK-Anlagen es Fördermittel gibt, ist einer Liste zu entnehmen, die das BAFA voraussichtlich im März veröffentlichen wird: www.bafa.de. Anträge auf Fördermittel können ab dem 1. April 2012 gestellt werden.

Fördermittel senken die Anschaffungskosten. Obendrein können Hauseigentümer mit einem BHKW von der Stromproduktion profitieren.

In Teil zwei zeigen wir Ihnen anhand einer Beispielrechnung was Sie mit einer KWK-Anlage verdienen können: Beispielrechnung für ein Mikro-Kraftwerk

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