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Gigawattstunden Strom exportierte Deutschland 2011 ins Ausland. (Quelle: BDEW)

Erneuerbare Energien/Sonnenenergie: Fotovoltaik weiter attraktiv

Solaranlagen lohnen sich

Die beschlossene Kürzung der Förderungen von Solaranlagen erhitzte Ende Februar die Gemüter. Während die Solarwirtschaft Auftragseinbußen von bis zu 75 Prozent befürchtet, fragen sich viele Verbraucher, ob sich die Investition in Sonnenenergie noch rechnet. Wir klären die fünf wichtigsten Fragen.

Wie hoch sind jetzt die Fördersätze bei Hausanlagen?
Ab 1. April sinkt die Vergütung für Solarstrom je nach Größe der Anlage um bis zu 29 Prozent. Wenn Sie eine Fotovoltaik-Anlage für das Eigenheim planen, handelt es sich in der Regel um Solarmodule mit 10 Kilowattpeak Leistung. Hier beträgt die Kürzung 20 Prozent und Sie bekommen für jede eingespeiste Kilowattstunde 19,5 Cent. Wenn Sie ab 1. Mai 2012 eine Anlage in Betrieb nehmen, sind es schon 0,15 Cent weniger. Die Vergütung sinkt dann jeden weiteren Monat um diesen Satz. Je schneller Sie sich für eine Solaranlage entscheiden, desto höher ist der Fördersatz, den Sie erhalten. Die zum Start der Inbetriebnahme gültige Vergütung bekommen Sie 20 Jahre lang garantiert.

Lohnt sich die Investition in eine Fotovoltaik-Anlage noch?
Eine weitere Neuregelung: Ab 1. April dürfen nur 85 Prozent des erzeugten Strom ins Netz eingespeist werden. Den Rest müssen Sie selbst verbrauchen oder am Markt verkaufen. Der Eigenverbrauch lohnt sich vor allem deshalb, weil der konventionelle Strom aus der Steckdose im Schnitt 25 Cent pro Kilowattstunde kostet – Tendenz steigend. Technischer Fortschritt und hoher Wettbewerb sorgen bei der Anschaffung für sinkende Marktpreise. So können die Kürzungen zumindest teilweise aufgefangen werden

Was kostet eine Fotovoltaik-Anlage
Für ein Einfamilienhaus müssen Sie mit etwa 15.000 Euro rechnen. Je nach Größe und Qualität der Module variiert der Preis. Dazu müssen Kosten für Wartung und Versicherung bei der Investition berücksichtigt werden.

Ist jedes Haus für eine Solaranlage geeignet?
Das hängt von Ihrem Standort ab. Es gibt zwar nicht das klassische Nord-Süd-Gefälle, aber in Bayern sind bis zu 1.200 Kilowattstunden pro Quadratmeter möglich, während Regionen in Bremen oder Hamburg kaum die 1.000er-Marke erreichen. Außerdem sollte die Anlage nach Süden ausgerichtet sein. Deutlich geringer ist die Ausbeute bei einer Ausrichtung nach Osten oder Westen.

Müssen Einnahmen aus der Einspeisung versteuert werden?
Für den Gesetzgeber sind Sie ab dem Zeitpunkt der Einspeisung ein Stromunternehmer. Der Gewinn aus dem Saldo von Einnahmen und Ausgaben ist steuerpflichtig. 

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