Hier gibt's Geld

Seit 2006 sind die Preise für Fotovoltaikanlangen um 15 Prozent gefallen. Die Installation einer Aufdachanlage mit 1,2 Kilowatt Nennleistung kostet somit zur Zeit rund 7.000 Euro. Der Staat garantiert die Vergütung aus Fotovoltaik-Anlagen. Daher kann ein Finanzierungskonzept erstellt werden, bei dem die Einnahmen den Kredit bedienen. Mehr Informationen dazu erhalten Sie auf www.bafa.de.

Förderung von der KfW

Die KfW bietet mit dem Förderprogramm „Solarstrom erzeugen“ Darlehen für Fotovoltaik-Anlagen bis zu einer Höhe von 50.000 Euro. Die Mittel stehen sowohl privaten als auch gemeinnützigen Antragstellern zur Verfügung, wobei die Betreiber die Kosten genau nachweisen müssen. Die Kreditlaufzeit beträgt nutzerfreundliche 20 Jahre bei mindestens einem und maximal drei tilgungsfreien Anlaufjahren. Von Vorteil ist auch die günstige Zinsregelung. Um eine Förderung zu erhalten, muss die Anlage muss den Anforderungen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) entsprechen. Das Programm sowie die aktuellen Zinsen können Sie unter www.kfw-foerderbank.de abrufen.

Die erste Solarzelle

Der Brite Willoughby Smith experimentierte als Ingenieur der britischen Telegraph Construction Company bei seiner Suche nach einem geeigneten Material für Telegraphenkabel unter Wasser mit verschiedenen Elementen. Dabei machte er die sensationelle Feststellung, dass sich die Leitfähigkeit von Selen unter Lichteinwirkung etwa um das 1000-fache erhöhte.

Der erste Halbleiter für Solarzellen war somit entdeckt. Einige Jahre später wurde vom amerikanischen Erfinder Charles Fritts daraus die erste Solarzelle aus Selen ( Selen-Fotozelle ) entwickelt. Allerdings hatte die erste Selensolarzelle noch ihre Tücken: mit weniger als 2% war ihr Wirkungsgrad sehr gering und aufgrund des teueren Selens äußerst unwirtschaftlich.

Mit der Kraft der Sonne

Das Energiepotenzial der Sonne scheint unerschöpflich: Theoretisch genügen 30 Minuten Sonnenlicht pro Jahr, um den jährlichen Weltenergiebedarf zu decken.

Bei Fotovoltaikanlagen (FV) wird die Sonnenstrahlung über Solarzellen in elektrische Energie umgewandelt. Besitzer einer Fotovoltaikanlage werden so selbst zu Stromproduzenten.

Welche Technik steckt dahinter?

Aus der Sonnenenergie erzeugen die Solarzellen über ihre Halbleiter Gleichstrom, der direkt zum Betrieb elektrischer Geräte genutzt oder in Batterien gespeichert werden kann. Ein Wechselrichter wandelt Gleich- zu Wechselstrom. Nur so kann er in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Spezielle Stromzähler messen, wie viel Strom erzeugt und eingespeist wurde.

Zehn Quadratmeter ausreichend

Es reicht im Idealfall – FV-Anlage an der Südseite angebracht und eine für Deutschland durchschnittliche Einstrahlungsmenge – eine Fläche von zehn Quadratmetern Solarzellen aus, um ein Viertel des jährlichen Stromverbrauchs eines Haushaltes zu decken. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ermöglicht die Finanzierbarkeit. Darin werden Netzbetreiber verpflichtet, Strom aus FV-Anlagen abzunehmen und zu vergüten. Für Solarstrom erhält ein Besitzer einer Fotovoltaikanlage dieser Größe für jedes ins Stromnetz eingespeistes Kilowatt zwischen 43,99 und 46,75 Cent.




Energiekosten senken

In Deutschland nimmt der Anteil der Sonnenenergie an der bundesweiten Energieversorgung kontinuierlich zu. Ende 2008 waren in Deutschland FV-Anlagen mit einer Leistung von rund 5.300 Megawatt elektrischer Leistung installiert, was einer Einsparung von rund 2,9 Millionen Tonnen Kohlendioxid bedeutet. Besitzer von Solaranlagen handeln damit umweltschonend und senken Energiekosten.

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