Wellen und Gezeiten
Die Ozeane stecken voller Energie. Eine Vielzahl neuer Techniken versucht, Wellen, Gezeiten und Strömungen für den Menschen nutzbar zu machen.
Wer in der Meeresbrandung badet, spürt die ungeheure Energie der Wellen. Tatsächlich könnte die Kraft der Ozeane 76 Mal mehr Energie produzieren, als alle Menschen heute auf der Erde verbrauchen. Experten schätzen daher, dass in 25 Jahren bis zu einem Fünftel des Weltenergieverbrauchs aus dem Meer gedeckt werden könnte.
Zukunft steckt in den Kinderschuhen
Doch erst seit Kurzem wächst das Interesse an der Meeresenergie. Die Frage ist: Welche Technik eignet sich am besten zur Energiegewinnung? Das Problem bei allen Meereskraftwerken ist die gewaltige Kraft der Stürme. So zerstörte 1995 ein Orkan das Wellenkraftwerk „Osprey“ vor der schottischen Küste, noch bevor es in Betrieb gehen konnte.
So lassen sich die Weltmeere nutzen:
Die schwingende Wassersäule
Die Wellen treffen an der Küste auf eine aus dem Wasser ragende Betonröhre. Sie drücken Luft in diesen Kamin, saugen sie wieder heraus und treiben eine oben in der Röhre sitzende Turbine an.
Wellendrachen
Eine v-förmig gebaute Rampe verstärkt den Wellengang. Das Wasser schwappt darüber in stromerzeugende Turbinen.
Pelamis-Kraftwerk
Eine künstliche Seeschlange schwimmt auf den Wellen. Der Wellengang bewegt die Glieder, in denen Pumpen einen Generator antreiben.
Wave Swing
Am Meeresgrund verankerte Zylinder bewegen sich mit der Strömung. Ein Aggregat erzeugt aus dem Schaukeln Strom.
Unterwasser-Turbinen
Sie nutzen die Strömung aus, die am Meeresboden Rotoren antreibt.







