Nachricht aus der Energiebranche: Erfolg bei der CO2-Abscheidung
Gaswäsche vor dem Durchbruch

Bei einem Pilot-Projekt zur Erforschung der sogenannten „Gaswäsche“ ist es gelungen, den Energieaufwand für die CO2-Abscheidung erheblich zu senken. Das Verfahren soll zur Abtrennung von CO2 in Kohlekraftwerken eingesetzt werden.
Seit 2009 erproben RWE, Linde und BASF eine neuartige Technologie zur Abtrennung von CO2 aus Rauchgasen in einer Pilotanlage am RWE-Kraftwerk Niederaußem bei Köln.
Die Forschungsarbeit trägt nun erste Früchte: Verglichen mit heute üblichen Prozessen lasse sich der Energieaufwand mit der Technologie unter Einsatz neuartiger chemischer Lösemittel für die CO2-Abscheidung um etwa 20% senken, so die Partner.
Ziel: Vermeidung von 90% CO2
Daneben zeichneten sich die neuen Lösemittel durch eine deutlich erhöhte Stabilität gegenüber Sauerstoff aus, so dass der Lösemittelverbrauch erheblich verringert werde. Die Partner arbeiten nun an Lösungen für Demonstrations- und Großkraftwerke. Die Inbetriebnahme erster Demonstrationskraftwerke ist für2015 vorgesehen, die CO2-Abtrennung in Kohlekraftwerken soll bis 2020 kommerziell zum Einsatz gebracht werden.
Auf Grundlage dieser Technik könnten dann mehr als 90% des CO2 aus den Verbrennungsabgasen eines Kraftwerks entfernt und anschließend einer Speicherung im Untergrund zugeführt oder für eine stoffliche Umwandlung, beispielsweise in Düngemittel,verwendet werden. Für das Projekt investiert RWE Power rund 9 Mio Euro, das Wirtschaftsministerium förderte die Pilotanlage mit rund 4 Mio Euro.








