10.02.2012: Streit um Förderung der energetischen Gebäudesanierung
Keine Einigung bei Gebäudesanierung

10.02.2012 - Ob die energetische Gebäudesanierung per Steuerbonus gefördert wird, bleibt weiter ungeklärt. Der Vermittlungsausschuss zwischen Bund und Ländern konnte keine Einigung erzielen. Die Entscheidung wurde zum wiederholten Mal vertagt.
Eine hohe Sanierungsrate beim Gebäudebestand gilt als wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland. Eine staatliche Förderung soll finanzielle Anreize für Bürger schaffen, ihr Haus zu modernisieren und somit Energie zu sparen. Steuervorteile und günstige staatliche Kredite sollen dies gewährleisten.
Wer zahlt's?
Bund und Länder ringen seit Monaten, wer die Kosten tragen soll. Die Länder wehren sich dagegen, einen Teil zu übernehmen. Erschwerend kommt hinzu, dass Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble wegen Einnahmeausfällen statt geplanter 1,5 Milliarden nur 900 Millionen Euro zur Verfügung stellt.
"Herber Rückschlag für die Energiewende"
Verbände aus Handwerk und Energiewirtschaft sparen nicht mit Kritik. Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), kommentierte:
"Die Politik sorgt dafür, dass die von ihr selbst beschlossene Energiewende in immer weitere Ferne rückt. Ein endgültiges Scheitern des energetischen Gebäudesanierungsprogramms wäre ein Armutszeugnis für Bund und Länder und ein herber Rückschlag für die Energiewende."







