01.08.2011: US-Forscher entwickeln transparenten, biegsamen Akku
Das durchsichtige iPhone bald Realität?

01.08.2011 - Forscher der US-Universität Stanford haben einen transparenten und biegsamen Akku entwickelt. Mit der Erfindung könnten durchsichtige Handys, E-Book-Reader und MP3-Player schon bald Einzug in unseren Alltag halten.
Seit Jahren suchen Produktdesigner nach einer Möglichkeit, mobile Endgeräte durchsichtig zu gestalten. Transparente Verschalungen und Tastaturen lassen sich längst realisieren. Als unüberwindbares Hindernis galt bisher die Batterie. Zwar stieg die Leistung von Akkus in den letzten Jahren um ein Vielfaches, schöner und handlicher wurden sie hingegen nicht. „Einer Batterie mehr Leistung zu entlocken ist die eine Sache, aber ich wollte sie schicker machen“, sagt Yi Cui, Professor für Materialwissenschaften an der Universität Stanford.
Akku-Erfinder: „Ich will ein durchsichtiges iPhone“
Für einige Materialien in Akkus gibt es keinen transparenten Ersatz – mit dieser Einsicht hatten sich der Student Yuan Yang und sein Professor Yi Cui abgefunden, als sie ihre Forschung begannen. Deshalb konstruierten sie die Komponenten eines Akkus unsichtbar für das menschliche Auge. „Ist etwas kleiner als 50 Mikrometer, erscheint es für das Auge transparent“, erklärt Yang. Erst ab einer Größe zwischen 50 und 100 Mikrometern nimmt das Auge Materialien wahr. Die beiden Wissenschaftler bauten ein gewebeähnliches Netz, bestehend aus 35 Mikrometer dicken Elektroden gitterartig übereinander gelegt. In den Elektroden lässt sich Strom speichern. Insgesamt erscheint das Akku-Netz durchsichtig.
Vom Herstellungsaufwand kann der neuartige Akku mit herkömmlichen Akkus mithalten. Allerdings ist er nur halb so leistungsfähig. Dennoch versprechen sich die beiden Forscher viel von ihrer neuen Erfindung. „Der Akku sieht einfach cool aus,“ sagt Cui. „Ich will mit Steve Jobs darüber sprechen, ich will ein durchsichtiges iPhone.“






