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Gigawattstunden Strom exportierte Deutschland 2011 ins Ausland. (Quelle: BDEW)

Energie-News

02.08.2011: Heizungscheck sichert optimale Energieeffizienz

Heizung rechtzeitig überprüfen lassen

02.08.2011 – Wer in der Heizperiode optimal Energie sparen will, sollte seine Heizung am besten schon jetzt durch einen Fachmann überprüfen lassen. Ein Heizungscheck lohnt sich nach Angaben von Experten des Umweltministeriums Baden-Württemberg in den meisten Fällen: Optimal eingestellte Heizungen sparen demnach bis zu 15 Prozent der Heizenergie. Wirkungsvollste Maßnahmen seien ein hydraulischer Abgleich und die Überprüfung der Heizungsregelung. 

Der hydraulische Abgleich sorgt für eine optimale Einstellung der Heizanlage. „Sind die Komponenten nicht gut aufeinander abgestimmt, verschwendet die Anlage wertvolle Energie“, erklärt Gerhard Freier von der Ingenieurkammer Baden-Württemberg. „Werden die Heizkörper etwa unterschiedlich warm oder treten Strömungsgeräusche auf, deutet das auf Handlungsbedarf hin.“ In den deutschen Haushalten sind nach Angaben der Förderbank KfW rund 90 Prozent aller Heizungen mangelhaft eingestellt.

Ebenfalls empfehlenswert ist eine Überprüfung, ob die Heizungsregelung optimal arbeitet. „Die Vorlauftemperatur etwa sollte nicht zu hoch eingestellt sein und die Regelung der Heizungsanlage abhängig von der Außentemperatur sein. Ist es nur moderat kalt, reicht eine niedrigere Vorlauftemperatur aus“, so Energieexperte Freier weiter. Das reduziere die Wärmeverluste in den Rohrleitungen. Auch kühlere Räume nachts sparen Geld. Eine Nachtabsenkung sorgt dafür, dass die Heizung beispielsweise zwischen 23 Uhr und 6 Uhr morgens nur noch auf eine festgelegte Temperatur, meist 16 Grad, hoch heizt.

Überprüfung der Heizungspumpe spart Geld und Energie

Ein kleines, aber äußerst wichtiges Detail in der Heizung sollte ebenfalls überprüft werden: die Heizungspumpe. Alte Pumpen sind die größten Stromfresser im Haushalt, das Sparpotenzial ist dementsprechend enorm. Über 500 Kilowattstunden Strom können eingespart werden. Das sind rund 120 Euro im Jahr.

Der Grund: Neue Pumpen sind geregelt. Wenn die Heizungsventile nicht aufgedreht sind, pumpen sie auch kein Heizungswasser durch das Rohrnetz. Sie arbeiten also nur dann, wenn es nötig ist. Der Einbau einer neuen Heizungspumpe rechnet sich nach zwei bis vier Jahren, hat die Stiftung Warentest ermittelt. Um Terminengpässe beim Fachhandwerk im Herbst zu vermeiden, raten die Experten schon jetzt zu Terminvereinbarungen.

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