EU-Plan: Wasserverbrauch soll drastisch reduziert werden
Pflicht für sparsame Wasserhähne?

02.05.2011 - Die Kommission der Europäischen Union will nach Informationen der "Welt" mit einer neuen Richtlinie zur Gebäudeeffizienz den Wasserverbrauch in Europa um bis zu 30 Prozent senken. Hausbesitzer und Vermieter wären demnach verpflichtet, gegebenenfalls Brauseköpfe, Toilettenspülungen und Wasserhähne auszutauschen, um den Wasserdurchfluss zu verringern.
Je Wohnung müssen dabei etwa 400 Euro investiert werden. Bei den 25 Millionen Eigenheimen und Wohnungen in Deutschland belaufen sich die Kosten nach Berechnungen der Zeitung somit auf mehr als zehn Milliarden Euro.
Mit der geplanten Regelung will EU-Umweltkommissar Janez Potocnik aus Slowenien vor allem die Wasserknappheit im Süden Europas bekämpfen. Werden die Pläne der EU-Kommission vom europäischen Parlament verabschiedet, müsste der Wasserverbrauch in Deutschland in den kommenden Jahren um weitere 30 Prozent auf 85,4 Liter pro Kopf und Tag reduziert werden. Seit 1990 ist der Wasserverbrauch in Deutschland bereits von 147 Liter auf 122 Liter gesunken.
Allerdings hat Deutschland schon heute ein Problem mit seinem Rohrleitungsnetz. Schon heute müssen einige Wasserversorger durch den geringeren Wasserverbrauch in der Bevölkerung zusätzlich Wasser durch die Kanalisation spülen, um das Verschlammen der Rohre zu verhindern.






