06.07.2011: Energiesparen mit Smart Metering
Intelligente Zähler helfen beim Energiesparen

06.07.2011 – Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „Intelliekon – Nachhaltiger Energiekonsum von Haushalten durch intelligente Zähler-, Kommunikations- und Tarifsysteme“ hat in einem Langzeitversuch das Stromspar-Potenzial von intelligenten Stromzählern ermittelt. Nach Auswertung der Daten lag die durchschnittliche Stromersparnis bei Privathaushalten von 3,7 Prozent. Bei der Nutzung von zeitvariablen Tarifen lag die Ersparnis im Schnitt sogar bei 9,5 Prozent.
Über 2.000 Haushalte in Deutschland und Österreich hatten an der achtzehnmonatigen Feldphase des Projekts teilgenommen, an dem unter anderem das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI beteiligt waren.
Nach der Installation von intelligenten Stromzählern konnten die Test-Haushalte auf einem Internetportal oder durch eine monatliche schriftliche Information ihren Stromverbrauch z. B. stundenweise analysieren und erhielten für alle gängigen Geräte im Haushalt mehr als 40 Energiespartipps.
Durchschnittliche Ersparung von 3,7 Prozent
Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI ermittelte bei Nutzung von Standard-Tarifen für die Haushalte eine durchschnittliche Verbrauchseinsparung von 3,7 Prozent. Als Vergleichsgröße dienten dabei Haushalte, die keine Verbrauchsrückmeldung zu ihrem Stromverbrauch erhielten.
Umgerechnet auf den bundesdeutschen Stromverbrauch entspricht dies einer jährlichen Einsparung von etwa 5 TWh Strom und 1 Mrd. Euro vermiedene Stromkosten in den Haushalten.
Die Untersuchung hatte auch eine langfristige Wirkung: „In unseren Untersuchungen haben wir gezeigt, dass der Einspareffekt auch mehrere Monate nach Beginn des Feldtests noch nachweisbar ist“, sagt Teilprojektleiter Dr. Marian Klobasa vom Fraunhofer ISI.






