07.06.2011: Weniger Auto, mehr Bus, Bahn und Fahrrad
Generation Bus, Bahn und Fahrrad

07.06.2011 – Immer mehr Menschen steigen vom Auto auf Bus, Bahn oder Fahrrad um. Vor allem junge Leute in Städten verzichten häufig aufs Auto. Die neue Generation macht später den Führerschein und kauft später ein Auto.
Um dem Verhalten deutscher Verkehrsteilnehmer auf die Spur zu kommen, befragen Forscher im Auftrag des Verkehrsministeriums jedes Jahr rund 1.500 Personen aus dem ganzen Bundesgebiet nach ihren zurückgelegten Wegen. Seit 1994 liefert die Studie Erkenntnisse für Planungen von Bund, Kommunen und Industrie.
"Unsere Langzeit-Studie zeigt, dass die Generation der unter 30-Jährigen das Auto heute weniger nutzt als früher" , sagt Martin Kagerbauer vom Institut für Verkehrswesen des Karlsruher Instituts für Technologie. "Während die über 60-Jährigen ihre intensive Autonutzung zunehmend auch in die eigentlich ruhige Lebensphase übernehmen."
Jung und mobil mit individuellem Verkehrsmix
Vor allem in Städten mit gutem öffentlichem Nahverkehr setzen die jungen Menschen auf den Mix aus Fahrrad, Bus und Bahn sowie Auto, der ihre Bedürfnisse am besten abdeckt. "Es sieht so aus, als ob diese Generation später den Führerschein macht und auch später ein Auto kauft", so Kagerbauer. "Ob das ideologische oder wirtschaftliche Gründe hat, haben wir jedoch nicht abgefragt."
Als Grund für den neuen Trend vermutet die Studie Veränderungen in der Gesellschaft. Durch das Internet findet mehr Konsum im Internet, und damit von Zuhause aus statt. Außerdem steigt die Lebenserwartung, wodurch die Studie anteilig immer mehr Ruheständler und immer weniger Pendler verzeichnet.






