10.05.2011: Interesse an Fotovoltaik weiterhin hoch
Eigenheim-Besitzer setzen auf Solarstrom

10.05.2011 - 2,1 Millionen deutsche Eigenheimbesitzer planen laut einer Studie der Unternehmensberatung „Batten & Company“ in den nächsten zwei Jahren die Anschaffung einer Solaranlage. Trotz des Nachfragebooms stellt die Studie den deutschen Solaranlagen-Herstellern kein gutes Zeugnis aus.
Obwohl die Bundesregierung die Förderung für Solarstrom sukzessive kürzt, steht die Fotovoltaik bei den deutschen Eigenheimbesitzern weiterhin hoch im Kurs. Jeder Fünfte (mehr als 2,1 Millionen) will bis 2013 in eine Solaranlage investieren. Bei einem Investitionsvolumen von durchschnittlich 12.000 Euro liegt das rechnerische Potenzial privater deutscher Nachfrager in den nächsten zwei Jahren bei über 25 Milliarden Euro.
Einspeisevergütung kaum noch Kaufkriterium
Dass das Marktpotenzial für erneuerbare Energien und insbesondere die Solarenergie riesig ist, ist nicht neu. Allerdings entsteht im Markt erstmals eine echte private Nachfrage. Das zeigt sich beispielsweise darin, dass die staatliche Förderung mittlerweile nur noch eine untergeordnete Rolle bei der Anschaffung einer Solaranlage spielt. 75 Prozent der privaten Nachfrager beziehen die Entwicklung der Einspeisevergütungen nur noch bedingt bis überhaupt nicht mehr in ihre Kaufentscheidung ein. Lediglich 24 Prozent empfinden schwankende staatliche Förderungen als Hindernis für die Anschaffung.
Trotz der riesigen Nachfrage stellt „Batten & Company“ den deutschen Herstellern kein gutes Zeugnis aus. Zwei Drittel der Solaranlagenbesitzer kennen demnach noch nicht einmal den Anbieter ihrer eigenen Anlage. Außerdem gerate Solarenergie „Made in Germany“ zunehmend unter Druck chinesischer Billig-Marken.






