11.07.2011: Projekt für Elektro-Mobilität in der City
Elektroautos bewähren sich zunehmend im Alltag

11.07.2011 – Die Verantwortlichen des seit April 2010 laufenden Elektromobilitätsprojekts „colognE-mobil“ haben eine positive Zwischenbilanz gezogen: Elektroautos seien bereits heute für den innerstädtischen Liefer- und Verteilerverkehr in vollem Umfang geeignet. Das vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) geförderte Projekt testet den Betrieb von Elektroautos unter realen Bedingungen im Stadtgebiet von Köln.
Im Fokus stehen die Dauerhaltbarkeit der Batterien über Lade- und Entladezyklen bei der täglichen Fahrzeugnutzung und die Resonanz von Elektroautos und Ladestationen bei Fahrern und in der Bevölkerung. Nach der aktuellen Auswertung der Daten sind sich die Projektpartner einig: Elektroautos für den Verteiler-, Service- und Lieferverkehr könnten in Großstädten auch schon heute in größerem Umfang eingesetzt werden.
"Die Autobranche steht im größten Umbruch ihrer Geschichte"
"Klar ist: die Elektromobilität funktioniert. Die Autobranche steht im größten Umbruch ihrer Geschichte – weg vom Öl und hin zu neuen Formen des Antriebs", sagte Bernhard Mattes, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH, in Köln.
So würden die Testwagen von Ford die in sie gesetzten hohen Erwartungen problemlos erfüllen, was die Problemlosigkeit des Betriebs sowie die äußerst positive Resonanz der Kunden und Nutzer betrifft. Je nach Kunde und Einsatzzweck wurden zwischen 25 und 70 Kilometer pro Tag zurückgelegt. Die maximale Tagesfahrleistung belief sich auf rund 100 Kilometer.
Elektroautos verbessern die Abgasbilanz deutlich
Erfreuliche Erkenntnisse lieferte das Projekt auch in puncto Klimaschutz: Elektroautos verbessern die Abgasbilanz deutlich. Werden sie mit regenerativen Energien betrieben, sinkt der Schadstoffausstoß in der Gesamtbetrachtung sogar um 90 Prozent. Selbst beim heutigen Energiemix würden sie den CO2-Ausstoß um mindestens 35 Prozent reduzieren.
Im zweiten Projektteil wurde die Großstadttauglichkeit des elektrischen Pkw untersucht. Aktuellen Modellrechnungen zufolge könnten im 400 Quadratkilometer großen Kölner Stadtgebiet bis zu 30.000 Autos elektrisch fahren. Für die Leitungsnetze würde das einen kaum höheren Stromverbrauch (3,2 Prozent des Haushaltsstroms) bedeuten. Im Sommer läge die Reichweite der E-Autos bei 180 Kilometer (km), wenn man die heutigen Lithium-Ionen-Batterien (35 kWh) und die für Köln typischen Fahrtstrecken im Stadtzyklus zugrunde legt.
Durch den winterlichen Heizungsbetrieb schrumpft sie auf 103 km. Aber auch das wäre kein Problem, so die Forscher der UDE. Der Kölner fährt im Schnitt pro Tag etwa 30 Kilometer im Auto (drei Fahrten zu je knapp 10 km). Das Projekt „colognE-Mobil“ läuft noch bis Oktober 2011.






