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Gigawattstunden Strom exportierte Deutschland 2011 ins Ausland. (Quelle: BDEW)

Energie-News

14.06.2011: Marokko kooperiert mit der Desertec-Industrieinitiative

Wüstenstrom-Projekt Desertec startet durch

14.06.2011 – Die Desertec-Industrieinitiative "Dii" hat den Weg für ein großes Solarprojekt in Marokko geebnet. Unter Leitung der marokkanischen Agentur für Solarenergie (Masen) soll ein Solarkraftwerk in der Wüste entstehen. Ziel ist unter Anderem, den Export von Sonnenenergie nach Europa zu demonstrieren.

Mitte der 1990er Jahre rief der Physiker Gerhard Knies das Desertec-Projekt ins Leben. Seine Vision: Die Wüsten der Welt mit Solaranlagen bestücken. Überschüssiger Strom, den die Wüstenländer nicht selbst benötigen, sollte nach Europa exportiert werden. Heute, im Zeitalter des Atomausstiegs und der erneuerbaren Energien ist Knies Idee aktueller denn je. Nachdem im spanischen Andalusien bereits erste Wüstenkraftwerke laufen, ist nun der Weg frei für das erste Projekt in der marokkanischen Sahara.

Kooperation zwischen Europa und Marokko

Um die Umsetzung des Desertecprojekts kümmert sich ein Bündnis aus 55 Unternehmen und Organisationen, die Dii. Als Grundlage für Solarstrom aus Marokko ging Dii nun eine Kooperation mit der für Solarenergie zuständigen marokkanischen Staatsagentur Masen ein. “Die Kooperation mit Masen ist ein wichtiger Schritt für die Umsetzung der Desertec-Vision," sagt Paul van Son, Geschäftsführer von Dii. "Masen und Dii sind ideale Partner, um die Entwicklung von erneuerbaren Energien in Marokko voranzutreiben und einen Markt für Wüstenstrom in Europa zu entwickeln."

Alle beteiligten Länder werden von Desertec profitieren

Masen wird als Projektentwickler auftreten und alle notwendigen Projektschritte in Marokko verantworten. Die Dii wird als Wegbereiter auftreten und den Strom-Import in Europa vorbereiten. Sie selbst plant keine Investitionen in das Projekt.

Dennoch geht Masen davon aus, dass beide Vertragspartner von dem Projekt profitieren werden. "Gemeinsam mit der Dii haben wir die Vision, dass das große Potential der erneuerbaren Energien die Energie- und Umweltprobleme lösen kann, die auch in Europa bestehen. Daher glauben wir, dass sich nach kurzer Zeit eine Win-Win-Situation ergeben kann", sagt Mustapha Bakkoury, Präsident der Masen.

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