17.06.2011: Ende des Solar-Booms
Geplante Kürzung der Solar-Förderung geplatzt

17.06.2011 – Die von der Regierung für Juli geplante Kürzung der Solar-Förderung wird wohl doch nicht statt finden. Der Grund: Der seit Jahren währende Ansturm auf Solaranlagen hat in diesem Jahr überraschend stark nachgelassen.
Derzeit bezahlt die Regierung den Betreibern von Solaranlagen zwischen 20 und 30 Cent für jede eingespeiste Kilowattstunde (kWh). Die hohe Vergütung sollte für die Verbraucher Anreiz sein, sich eine Fotovoltaik-Anlage zu kaufen. Der Plan schien aufzugehen: Allein im Juni 2010 bauten die Bundesbürger Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 2000 Megawatt auf ihre Dächer.
Regierung rechnete mit 4.800 Megawatt Zubau
Um den Steuerzahler, der die Förderung letztlich bezahlt, nicht unnötig zu belasten, sieht das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) eine Kürzung der Vergütung ab einem Jahreszubau von 3.500 Megawatt vor. Da Umweltminister Norbert Röttgen mit einem Zubau von 4.800 Megawatt rechnete, plante die Regierung für Juli eine Kürzung um sechs Prozent.
Nicht einmal 1.000 Megawatt neue Solaranlagen
Die Zahlen sind zwar noch nicht offiziell, Branchenkenner haben jedoch verlauten lassen, dass zwischen März und Mai nicht einmal 1.000 Megawatt zugebaut wurden.
Der Branchenverband BSW geht davon aus, dass die hohen Verkaufszahlen im vergangenen Jahr eine Ausnahme waren. Damals fand ein offener Streit über die Kürzung der Solarförderung statt. In der Folge entschlossen sich viele Energiesparer noch schnell vor der Kürzung eine Solaranlage zu installieren. Diese Kunden fallen in diesem Jahr weg.






