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Gigawattstunden Strom exportierte Deutschland 2011 ins Ausland. (Quelle: BDEW)

Energie-News

21.06.2011: Kühl durch den Sommer - auch ohne Klimaanlage

Effiziente Kühlung muss nicht teuer sein

21.06.2011 – Stolze 21 Terawattstunden (TWh) Strom verbrauchen die Deutschen jedes Jahr für die Kühlung ihrer Gebäude. Das entspricht rund vier Prozent des gesamten Stromverbrauchs - unnötig viel, wie eine neue Studie des Umweltbundesamtes beweist.   

Flimmernde Hitze, 30 Grad im Schatten und weit und breit keine Abkühlung in Sicht. Welch Segen kann an solchen Tagen eine Klimaanlage sein! Doch die kurzfristige Abkühlung macht sich langfristig im Geldbeutel bemerkbar. Vor allem günstige Klimageräte schlucken oft unverhältnismäßig viel Energie. Am Ende zahlt der Verbraucher für die Abkühlung drauf.

Dabei ist eine Klimaanlage in vielen Fällen gar nicht nötig. Wie eine Studie des Umweltbundesamtes zeigt, ist beispielsweise ein gut installierter Sonnenschutz ähnlich effizient und verursacht keine laufenden Kosten. „Es gibt schon heute zahlreiche bewährte Maßnahmen, die verhindern, dass sich ein Gebäude aufheizt. Und in vielen Fällen ist gar keine aktive Kühlung mit einer Klimaanlage nötig“, sagt UBA-Präsident Jochen Flasbarth.

Bereits beim Hausbau auf Hitzeschutz achten

Bereits beim Bau eines Gebäudes sollten sich Bauherren überlegen, wie sich verschiedene Materialien auf das spätere Raumklima auswirken. Wer im Sommer in den eigenen vier Wänden nicht schwitzen will, sollte beispielsweise auf den Einbau großer Glasflächen verzichten.

Müssen es dennoch Fenster mit Panorama-Ausblick sein, empfiehlt sich der Einbau eines Sonnenschutzes. Mithilfe einer automatischen Steuerung regelt ein Sensor die Jalousien, auch wenn man nicht zuhause ist. Wände und Decken mit einer guten Wärmespeicherfähigkeit sparen nicht nur Heizkosten im Winter, im Sommer senken sie die Innen-Temperatur.

Solare Kühlung, Erdkälte und Sonnensegel

Heizen sich die Räume dennoch auf, helfen Solarethermie oder Erdkälte bei der Kühlung von Luft, Böden oder Decken. Erst wenn das nicht ausreicht, sollte eine sparsame Klimaanlage mit der Flächenkühlung kombiniert werden. Das könnte beispielsweise mit sogenannten Kühlsegeln passieren – abgehängte Teilbereiche der Decken, die mit Wasser kühlen.

Es gibt jedoch kein Patentrezept für die Kühlung von Gebäuden. In der Regel sind individuelle Konzepte unabdingbar. Diese legen fest,welches Maßnahmenbündel für Lüftung, Heizung und Kühlung für das jeweilige Gebäude am effektivsten ist.

Gelingt es, die Menschen zum Umdenken zu bewegen, könnte der Stromverbrauch von Klimageräten bis 2030 von derzeit 21 TWh auf 13 TWh sinken. Bleiben Klimageräte jedoch in Mode, steigt der Energieverbrauch geschätzt auf 29 TWh.

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