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Gigawattstunden Strom exportierte Deutschland 2011 ins Ausland. (Quelle: BDEW)

Energie-News

23.05.2011: Regierung will Förderetat aufstocken

Mehr Anreiz zum Sanieren

23.05.2011 - Die Bundesregierung will die Fördermittel für Sanierer auf zwei Milliarden Euro aufstocken. Ziel ist es, größere Anreize zu schaffen, um durch Sanierungsmaßnahmen die Energieeffizienz deutscher Gebäude schneller zu steigern.

In Deutschland gehen durch die schlechte Dämmung alter Gebäude jährlich große Mengen Energie verloren. Um dieser Verschwendung entgegen zu wirken, erhalten Hausbesitzer für ökologisch sinnvolle Sanierungsmaßnahmen Fördermittel vom Staat. So will die Regierung den bundesweiten Wärmebedarf bis 2020 um 20 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent senken. Für das Jahr 2011 stellt das Kabinett den Sanierern bislang 936 Millionen Euro zur Verfügung.

Berechnungen der Deutschen Energieagentur zufolge wären jedoch fünf Milliarden Euro jährlich nötig, um die angestrebten Ziele zu erreichen.

Energieverschwender Altbau

Auch wenn die staatlichen Subventionen gewiss nicht so hoch ausfallen werden, stellte Jan Mücke (FDP), parlamentarischer Staatssekretär, eine deutliche Aufstockung des Förderetats in Aussicht. Dem Nachrichtenmagazin "Spiegel Online" sagte er: "Wir planen, das CO2-Gebäudesanierungsprogramm auf zwei Milliarden Euro pro Jahr aufzustocken." 

Dass der deutsche Gebäudestand generalüberholt werden muss, ist unumstritten. Aktuell verbrauchen unsere Gebäude 40 Prozent der gesamten Energie. Das verursacht 20 Prozent des deutschen CO2-Ausstoßes.

Bereits im Juni diesen Jahres will das Kabinett einen Maßnahmenkatalog abgesegnen, der die Aufstockung des Förderetats als zentralen Punkt vorsieht. Fraglich war bislang um wie viel. Mücke hält einen Etat von zwei Milliarden Euro für ausreichend. Geht die Rechnung der Bundesregierung auf, würden die Bundesbürger in der Folge 24 Milliarden in die Energieeffizienz ihrer Häuser investieren.

 

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