24.06.2011: Mehr Naturkatastrophen durch Klimawandel
Risikoforscher schlägt Alarm

24.06.2011 – Georisiko-Forscher Peter Höppe von der Rückversicherung Munich Re befürchtet einen deutlichen Anstieg der Schäden durch Naturkatastrophen. Seine Bedenken äußerte der Wissenschaftler in einem Interview mit dem Fachblatt "P.M. MAGAZIN".
"Bei wetterbedingten Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Stürmen oder Dürren registrieren wir einen dramatischen Anstieg in den Schäden aber auch in der Anzahl der Ereignisse. Wir vermuten hier einen Klimaeffekt", sagte Höppe.
Die Erderwärmung führte bereits zu mehr Extremwetter-Ereignissen, die große Schäden verursachen. Höppe: "Wir sehen Anstiege in der Häufigkeit um 200 oder gar 250 Prozent in den letzten drei Jahrzehnten."
Doppelt so viele Wirbelstürme erwartet
Auch die Zukunftsprognose ist nach Ansicht des Risikoforschers sehr bedenklich: "Bis zum Ende des Jahrhunderts, so zeigen neueste Modellberechnungen amerikanischer Forscher, wird sich zum Beispiel die Anzahl der jährlichen zerstörerischen Hurrikane verdoppeln."
Eine Naturkatastrophe wie das Japan-Beben vom 11. März 2011 belastet den Versicherungskonzern Munich Re voraussichtlich mit 1,5 Milliarden Euro. Die Auswirkungen der schweren Unfälle in den japanischen Atomkraftwerken sind hingegen über japanische Betreiber-Pools abgesichert, erklärt Höppe. "Einen großen Teil der Schäden trägt der japanische Staat."






