25.08.2011: Wassersparen sichert künftige Trinkwasserversorgung
Effizienterer Umgang mit Trinkwasser gefordert

25.08.2011 –Anlässlich der „Weltwasserwoche“ in Stockholm hat sich die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) für einen bewussteren Umgang mit Trinkwasser ausgesprochen. "Wir brauchen einen Bewusstseinswandel. Wenn auch kommenden Generationen noch qualitativ gutes Wasser in ausreichender Menge zur Verfügung stehen soll, müssen wir umdenken", forderte fbr-Vizepräsidentin Anja Schumann.
Trinkwasser ist weltweit das wichtigste Lebensmittel. Jeder Deutsche verbraucht täglich etwa 127 Liter davon, jedoch im Schnitt nur 5 Liter zur Zubereitung von Speisen und Getränken. Allein 34 Liter verschwinden täglich durch die Toilettenspülung.
Auch wenn es so aussieht, als sprudele Wasser in scheinbar unbegrenzter Menge aus dem Hahn, steigen Aufwand und Kosten zur Aufbereitung von Trinkwasser ständig an.
Bewusstseinwandel im Umgang mit Trinkwasser gefordert
"Wir brauchen einen Bewusstseinswandel. Wenn auch kommenden Generationen noch qualitativ gutes Wasser in ausreichender Menge zur Verfügung stehen soll, müssen wir in den Verwaltungen, Unternehmen und privaten Haushalten umdenken", forderte fbr-Vizepräsidentin Anja Schumann anlässlich der Weltwasserwoche 2011, die noch bis 27. August in Stockholm stattfindet.
Der bewusste Umgang mit Niederschlagswasser gehöre ebenso zum nachhaltigen Umgang mit Wasser wie die Schaffung und Erhaltung einer guten Wasserqualität.
Nutzung von Regenwasser schon Trinkwasser-Ressourcen
"Der tägliche Pro-Kopf-Verbrauch von Trinkwasser lässt sich durch die Nutzung von Regenwasser auf etwa 60 Liter reduzieren", betonte Schumann weiter. "Das spart langfristig gesehen nicht nur Geld, sondern schont auch die Grundwasservorräte." Regenwasser könne überall dort eingesetzt werden, wo keine Trinkwasserqualität erforderlich ist. Im privaten Bereich gelte dies vor allem für die Toilettenspülung und die Gartenbewässerung.
Klimatische und demografische Veränderungsprozesse erfordern langfristig gesehen auch in Deutschland eine Anpassung der Wasserinfrastruktur. Überalterte Leitungssysteme, die voranschreitende Versiegelung von Flächen vor allem in den Städten und die Gefahr von Überflutung und Schadstoffbelastungen durch starke Regenfälle aber auch der Rückgang der Bevölkerungsdichte sind zukünftige Herausforderungen, die ein Umdenken im Umgang mit Wasser erfordern.






