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Gigawattstunden Strom exportierte Deutschland 2011 ins Ausland. (Quelle: BDEW)

Energie-News

26.05.2011: Folgen eines flächendeckenden Stromausfalls

Was wäre, wenn das Licht ausgeht…?

26.05.2011 – Obwohl derzeit nur noch vier von 17 deutschen Atomkraftwerken zur Stromerzeugung beitragen, ist die Energieversorgung in Deutschland nicht akut gefährdet. Der Ausschuss für Technikfolgenabschätzung des Bundestages hält einen flächendeckenden und länger anhaltenden Stromausfall nur durch extreme Unwetter oder einem Terroranschlag für denkbar. Das Was-wäre-wenn-Szenario hätte für eine Hightech-Nation wie Deutschland bisweilen fatale Folgen.

Obwohl die Einbindung der erneuerbaren Energien die Netzbetreiber vor gewaltige technische Herausforderungen stellt, ist das deutsche Stromnetz sicher und stabil. 2009 war die Versorgung zu 99,99 Prozent gewährleistet und die Bundesbürger laut Bundesnetzagentur im Schnitt gerade einmal 14,63 Minuten ohne Strom – damit ist das deutsche Stromnetz auch internationalen Vergleich eines der sichersten. Selbst die Tatsache, dass derzeit nur vier Atomkraftwerke am Netz sind, sorgt für keine Versorgungskrise.

Ein kapitaler Blackout drohe laut einem aktuellen Bericht des Bundestagsausschusses für Technikfolgenabschätzung des Bundestages höchstens von einem extremen Unwetter oder einem Terroranschlag auf mehrere Kraftwerke.

Ein umfassender Stromausfall hätte jedoch gravierende Auswirkungen. Zunächst wäre die komplette Telekommunikation lahmgelegt: TV- und Radiosender könnten zwar dank Notstromaggregaten vorübergehend weiter senden, doch die Bürger können ohne Strom die Programme ohnehin nicht mehr empfangen. Die Festnetztelefonie wäre sofort unbenutzbar, das Ausweichen auf Mobilfunk ließe die entsprechenden Netze zusammenbrechen.

Notfall-Reserven für Zuhause

Der Dominoeffekt setzt sich bei der Mobilität fort: Ohne Ampeln käme der Stadtverkehr zum Erliegen. Weil die Zapfsäulen der Tankstellen mit elektronischer Pumptechnik arbeiten, gäbe es keinen Kraftstoffnachschub mehr. Krankenhäuser können nur begrenzt Stromausfälle überbrücken, was die Notfallversorgung für Kranke und Verletzte vor ernsthafte Probleme stellt.

Hamsterkäufe ließen Lebensmittel schnell knapp werden, da keine Geldautomaten mehr funktionieren, ginge rasch das Bargeld aus. Für den Fall der Fälle raten Katastrophenschützer zur Vorbeugung: Streichhölzer, Kerzen, Batterien, Wasser und haltbare Lebensmittel sollten in jedem Haushalt vorrätig sein.

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