27.06.2011 Umweltbundesamt empfiehlt Moratorium für Geo-Engineering
Skepsis gegenüber künstlichen Eingriffen

27.06.2011 - Seit Jahren tüfteln Forscher aus aller Welt an Maßnahmen, künstlich das Weltklima zu beeinflussen, um beispielsweise den Treibhauseffekt zu mindern. Das Umweltbundesamt (UBA) spricht sich jetzt aber klar gegen das Geo-Engineering aus. "Im Moment gibt es keine Technologie, die es uns erlaubt, die globale Erwärmung nachträglich zu begrenzen“, sagt UBA-Präsident Jochen Flasbarth.
Die Maßnahmen der künstlichen Eingriffe reichen von der Installation von Sonnensegeln im All und bis hin zur Düngung der Meere. Auch die dauerhafte unterirdische Speicherung von Kohlendioxid fällt unter den Begriff des Geo-Engineering.
Doch bislang wissen die Experten wenig über mögliche Folgen dieser unnatürlichen Manipulationen. Welche Nebenwirkungen die Düngung der Meere auf die Umwelt hat, ist laut UBA zurzeit genauso wenig abzusehen wie die Effekte, die zusätzliche Schwefelaerosole in der Luft auf die regionalen Klimasituationen und die stratosphärische Ozonschicht auslösen.
UBA fordert Moratorium für Geo-Engineering
"Vor dem Hintergrund des noch sehr unzureichenden Wissens, das über die Wirkungen von Geo-Engineering vorliegt, empfiehlt das Umweltbundesamt ein Moratorium für die Anwendung solcher Technologien", so Flasbarth weiter. Der UBA-Präsident setzt daher auf die konventionelle Strategie zur Senkung des CO2-Ausstoßes: "Wer die Klimaschutzziele wirklich erreichen will, muss die Emissionen weiter mindern.“






