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Gigawattstunden Strom exportierte Deutschland 2011 ins Ausland. (Quelle: BDEW)

Energie-News

28.06.2011: Wie Sie Ihre Wohnräume auch im Sommer kühl halten

Cool bleiben bei Sommerhitze

28.06.2011 – Sonne satt und heiße Temperaturen – was im Sommer draußen ein Genuss ist, kann in den eigenen vier Wänden schnell zur Qual werden. Die deutsche Nachrichten-Agentur (dpa) hat sich bei Experten umgehört und hat wertvolle Tipps für ein „cooles Zuhause“ zusammengestellt.

Der Schlüssel für angenehme Zimmertemperaturen liegt im richtigen Lüften: "Nachts und in den frühen Morgenstunden ausgiebig Lüften ist das A und O", rät Henning Discher von der Deutschen Energie-Agentur in Berlin. "Tagsüber gelangt die Hitze durch Fenster in die Wohnräume. Ist die Wohnung erst einmal aufgeheizt, ist es schwer, die Lufttemperatur wieder zu senken."

Ähnlich sieht es Achim Fischer von der Verbraucherberatung Nordrhein-Westfalen – mit einer Ausnahme: "Wenn die Hitze einmal in den Räumen ist, kann es auch tagsüber Sinn machen, die Fenster zu öffnen. Wenn es gelingt, Durchzug zu schaffen, haben sie einen Ventilator-Effekt." Die Temperatur sinke zwar nicht real, aber gefühlt.

Beide Experten empfehlen, die kühleren Temperaturen der Nacht und der Morgenstunden zu nutzen. "Viele Menschen vergessen aber, die Wärmebelastung durch elektrische Geräte innerhalb der Wohnung zu reduzieren. Nicht nur die Sonne bringt Energie in die eigenen vier Wände", sagt Fischer. Discher verweist auf Computer, Deckenfluter oder Fernseher. "Sie sollten nur benutzt werden, wenn sie wirklich gebraucht werden. Der Kampf gegen Außenwärme ist sinnlos, wenn gleichzeitig im Raum unnötig Wärme erzeugt wird."

Mangelhafte Bauplanung kann Grund für „heimische Sauna“ sein

Wenn Wohnungen sich extrem aufheizen, wurden eventuell Fehler bei der Bauplanung gemacht. Große Fensterflächen auf der Südseite ohne ausreichenden Sonnenschutz sind im Winter zwar entlastend für die Haushaltskasse, allerdings hat der intensive Sonneneinfall im Sommer einen Hitzeeffekt wie der eines Backofens.

Martin Bürgel vom Bundesverband Rollladen und Sonnenschutz rät in diesem Fall zu einer Kombination von Außen- und Innenschutz: "Draußen Rollladen und innen Jalousien sind der beste Schutz gegen Hitze." Ein äußerer Sonnenschutz ist für Discher die effektivste Methode: "Außen liegende Beschattung reduziert die Sonneneinstrahlung um bis zu 75 Prozent, ein innenliegender Schutz nur um bis zu 25 Prozent."

Die preiswerteste Alternative sind aufgeklebte Folien auf der Fensterscheibe. Sie können die Sonneneinstrahlung deutlich reduzieren. Aber sowohl Bürgel als auch Fischer sehen die Folie nur als Notlösung an. "Nur wenn nichts anderes geht, kann Sonnenschutzfolie eine Möglichkeit sein."Die Stiftung Warentest hat 2010 Sonnenschutzfolien unter die Lupe genommen. Zwar attestierte das Fachmagazin viele sehr gute Ergebnisse bei der Temperatur-Reduzierung, aber gleichzeitig führte das Ergebnis zu erhöhten Heiz- und Beleuchtungskosten im Winter.

Klimaanlagen sind teure Alternativen

Vor der mobilen Klimaanlage warnen alle Experten. "Viele Verbraucher vergessen neben den hohen Anschaffungskosten die beträchtlichen Stromkosten", sagt Discher. "Bei Kompakt- und Blockgeräten muss der Schlauch mit der abführenden Luft durch offene Fenster oder Türen nach außen transportiert werden", ergänzt Achim Fischer. Dann seien Geräte mit Abluftlösungen auf dem Dach oder der Außenfassade die beste Lösung.

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