29.07.2011: Pedelecs im Sicherheitstest bei ADAC und Stiftung Warentest
Pedelec-Test – Gefährliche Elektrodrahtesel?

29.07.2011 – Der ADAC und Stiftung Warentest haben zwölf Fahrräder mit elektrischem Hilfsantrieb auf ihre Sicherheit getestet. Das Ergebnis ist verheerend: Gerade mal drei der Pedelecs erreichten knapp ein „gut“, zwei wurden als „mangelhaft“ beurteilt. Der ADAC fordert Hersteller zur Nacharbeit auf.
Wer auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit auf eine elektrische Verstärkung beim Radeln setzt, findet beim Pedelec-Angebot derzeit noch viele Sicherheits- und Qualitätsunterschiede. Besondere Schwächen zeigten einige der getesteten Räder bei den Bremsen und beim Rahmen.
Pedelecs im Test: Die Sieger
Als gute Pedelecs wurden das Vitality Elite von Kreidler, das Leeds HS von Raleigh sowie das Trekkingrad Diamant Zouma Sport eingestuft. Sie überzeugten unter anderem durch effektive, vollhydraulische Bremsen. In den Kategorien Fahren, Antriebssystem und Motor, Sicherheit und Haltbarkeit leisteten sich diese Räder keine wirklichen Schwächen. Schadstoffe in den Griffen fanden die Tester nicht.
Schwachstellen bei Elektrorädern: Schlechte Bremsen, wenig Stabilität
Anders die Räder mit schlechteren Bewertungen. Durch die höheren Geschwindigkeiten und das höhere Gewicht der Räder müssen Pedelecs belastbarer sein als herkömmliche Drahtesel. Mit „mangelhaft“ durchgefallen sind das E-Bike von Ruhrwerk aufgrund zu schwacher Bremsen sowie das E-Tour Bike von Pegasus, dessen Rahmen bereits nach 10.000 Kilometern im Test gebrochen ist. Als gefährlich wurde auch das Nachlaufen des Motors bei einigen Pedelecs eingestuft: Obwohl schon nicht mehr getreten wurde, lief der Motor bei Pegasus, Prophete und Ruhrwerk noch weiter.
ADAC: Akkus von Pedelecs sollten mindestens 50 Kilometer reichen
Überprüft wurde auch, wie weit ein Akku reicht und wie schnell er geladen werden kann. Die Fahrräder der Marke Ruhrwerk und Giant schnitten dabei schlecht ab: Sie erreichten nur 20 bis 25 Kilometer bzw. 25 bis 45 Kilometer. Größere Touren sind damit nicht möglich, denn wenn der Akku ausfällt, lässt sich ein Pedelec nicht mehr so leicht fahren wie ein herkömmliches Rad.
Gut gefallen hat den Testern die Ladedauer des Akkus bei Kreidler und KTM. Er war bereits nach zwei Stunden und 15 Minuten aufgeladen, während die anderen Testräder bis zu neun Stunden benötigten, um wieder volle Leistung zu bringen. Laut ADAC sollte ein Akku für mindestens 50 Kilometer reichen und nach maximal vier Stunden geladen sein.
Die Testergebnisse des Pedelec-Tests im Überblick







