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Gigawattstunden Strom exportierte Deutschland 2011 ins Ausland. (Quelle: BDEW)

Energie-News

Diskussionen um alternative atomare Endlager

Vier Alternativen so teuer wie ein Gorleben

02.12.2011 – Die Erkundung des umstrittenen Endlagers für Atommüll in Gorleben verschlingt jährlich Millionen von Euro. Dabei verspricht die Suche nach alternativen, besser geeigneten Endlagern, den Staat günstiger zu kommen.

Wohin mit Deutschlands Atommüll? Seit 1977 gab es auf diese Frage vor allem eine Antwort: Gorleben. Doch der niedersächsische Salzstock hat sich in der jüngsten Vergangenheit als ungeeignet erwiesen. Grundwasser droht in die unterirdischen Höhlen einzudringen. Hinzu kommt, dass der Speicher nicht vor terroristischen Anschlägen gesichert ist.

"Milliardengrab" Gorleben?

Seit 1977 flossen knapp 1,6 Milliarden Euro in die Erkundung von Gorleben. Kritiker sprechen seit Jahren von einem "Milliardengrab" und fordern Politiker auf, das Projekt abzubrechen. Eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion gießt nun zusätzlich Öl in das Feuer der Kritiker: Die Prüfung von vier alternativen und eventuell besseren Standorten würde die Bundesregierung kaum teurer kommen als die Gesamtkosten von 34 Jahren Gorleben-Erkundung.

1,6 Milliarden Kosten für Erkundung von vier Alternativen

Nach Schätzungen des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) kostet die Suche nach einem Atommüll-Endlager etwa 400 Millionen Euro: 50 Millionen für die oberirdische Prüfung, 250 Millionen für die Arbeit unter Tage und 100 Millionen für die Projektorganisation und die Beteiligung der Bürger. Die Suche nach vier potenziellen Endlagern würde demnach 1,6 Milliarden kosten.

Insgesamt rechnet die Bundesregierung mit Kosten von 3,2 Milliarden Euro für die endgültige Einlagerung atomarer Altlasten. Hinzu kommt eine weitere Milliarde für die Abwicklung von DDR-Atomanlagen.

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