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Gigawattstunden Strom exportierte Deutschland 2011 ins Ausland. (Quelle: BDEW)

Energie-News

16.12.11 Milliardenschwere Investitionen für Energiewende notwendig

Oettinger rechnet mit steigenden Strompreisen

16.12.2011 – Die europäischen Verbraucher müssen voraussichtlich bis 2030 mit stetig steigenden Stromkosten rechnen. So die Einschätzung von Günther Oettinger, Energiekommissar der Europäischen Union (EU), der in Brüssel den „Energiefahrplan 2050“ vorstellte.

Als Grund nannte Oettinger milliardenschwere Investitionen für die Energiewende, die auf alle europäischen Länder zukämen. Erst ab 2030 werden demnach die Investitionen Früchte tragen und die Kosten wieder sinken.

Hintergrund des Energiefahrplans der EU ist das Ziel, den Ausstoß von CO2 vehement zu senken – eine notwendige Maßnahme gegen den Klimawandel. Dabei solle die Versorgung aber nicht gefährdet werden. So formulierte Oettinger seinen Anspruch: "Versorgungssicherheit halten, bezahlbare Energie sicherstellen und ehrgeizige Klimaschutz- und Umweltziele mit beiden vereinbaren."

Kernkraft: ja oder nein?

Neben den erneuerbaren Energien nennt das Papier auch die Kernkraft als Möglichkeit, den Ausstoß des Klimakillers zu senken. Oettinger wehrte sich aber gegen den Vorwurf, die Kernkraft zu unterstützen: "Den einen bin ich zu kernkraftfreundlich, den anderen bin ich zu kernkraftkritisch". Es sei die Entscheidung der Mitgliedstaaten, „zur Kernkraft Ja oder Nein zu sagen."

Für diese Ausführungen erntete Oettinger harsche Kritik: Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Rebecca Harms bemängelte: "Günther Oettinger versucht, den Ladenhüter Atomkraft als kostengünstigen Klimaretter zu verkaufen." Von der Umweltschutzorganisation WWF kam  der Vorwurf, die Kommission überschätze die Kosten erneuerbarer Energien und unterschätze deren Potenzial.

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