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Gigawattstunden Strom exportierte Deutschland 2011 ins Ausland. (Quelle: BDEW)

Energie-News

21.12.2011: Fünf Prozent weniger Energiebedarf im Jahr 2011

Petrus beschert positive Energiebilanz

21.12.2011 - In diesem Jahr hat Deutschland fünf Prozent weniger Energie verbraucht als 2010. Das teilte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen am Dienstag in Köln mit. Als Hauptgrund für den deutlichen Rückgang nannte sie den milden Winter am Anfang des Jahres.

Auch ohne die vergleichsweise hohen Temperaturen im ersten Quartal des Jahres wäre der Energieverbrauch um einen Prozentpunkt gesunken. Zum einen animieren steigende Energiepreise die Verbraucher zum Sparen, zum anderen steigt der Wirkungsgrad der regenerativen Energiequellen in Deutschland. Das führt in der international üblichen Berechnungsformel zum Energieverbrauch zu einem geringeren Verbrauch.

Niedrigster Mineralölverbrauch seit über 20 Jahren

Der Mineralölverbrauch fiel auf das niedrigste Niveau seit 1990. Dennoch blieb Mineralöl 2011 Deutschlands wichtigster Energieträger mit einem Anteil von 33,8 Prozent am Energiemix. Es folgt das Erdgas, dessen Anteil leicht auf 20,6 Prozent zurückging. Die Steinkohle erhöhte ihren Beitrag zum Energiemix auf 12,6 Prozent und die Braunkohle kam auf einen Anteil von 11,7 Prozent. Während die Kernenergie um 8,8 Prozent zurück ging, stieg der Anteil der erneuerbaren Energien auf 10,8 Prozent.

Weniger CO2 dank milder Temperaturen

Infolge des rückläufigen Energieverbrauchs verminderten sich die energiebedingten Kohlendioxid-Emissionen um mehr als drei Prozent. Wäre die Heizperiode Anfang des Jahres nicht so kurz gewesen, wäre der CO2-Ausstoß jedoch um etwa ein Prozent gestiegen.

Trotz Atomausstieg exportierte Deutschland nach wie vor mehr Strom als es aus den Nachbarländern importierte. Der Ausfuhrüberschuss lag 2011 bei fünf Terawattstunden (TWh). Tendenziell geht der Stromexport zurück.

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