27.12.2011 - Antragsflut wegen sinkender Solarvergütung
Antragsteller legen Bundesnetzagentur lahm

27.12.2011 – Tausende Betreiber von Photovoltaikanlagen wollen sich noch vor Jahresende die nur noch in diesem Jahr geltenden Förderbedingungen sichern. Allein in der vergangen Woche gingen 15.000 Anmeldungen bei der Bundesnetzagentur ein.
Je nach Größe und Standort einer Solaranlage erhalten Betreiber derzeit zwischen 17,94 und 24,43 Cent für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde (kWh). Ab 1. Januar 2012 sinkt diese Einspeisevergütung um 15 Prozent.
Um sich noch kurz vor Toresschluss die alten Förder-Konditionen zu sichern, fluteten Solaranlagenbetreiber die Bundesnetzagentur mit Anmeldungen. Am Donnerstag vor Weihnachten war das Online-Meldeportal der Bundesnetzagentur überlastet. "Man kann von einer Antragsflut sprechen", sagte ein Sprecher der Bonner Behörde am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur "dpa".
Kein Grund zur Panik
Was die Kurzentschlossenen wohl nicht wissen: Die Hektik ist gar nicht nötig. Nicht das Meldedatum entscheidet über die Förderbedingungen einer Anlage, sondern der Zeitpunkt, an dem sie in Betrieb gegangen ist. Auch wer seine im Dezember 2011 in Betrieb gegangene Solaranlage erst im Februar 2012 anmeldet, erhält die alte Einspeisevergütung.






