30.12.2011: Neue Feuerwerkskörper mit mehr Sprengkraft
Silvester 2011 knallt noch lauter

Polizei und Feuerwehr sind besorgt: Zu Silvester 2011 gelten neue Grenzwerte für Feuerwerkskörper. Ärzte warnen vor gesundheitlichen Folgen.
Aufgrund einer EU-Richtlinie darf die Menge an Explosivstoff in Silvesterkörpern dieses Jahr 500 Gramm betragen – mehr als doppelt soviel als die bisher erlaubten 200 Gramm. Bundesweit mahnen deshalb Polizei und Feuerwehrkräfte zu einem bedachten Umgang mit den Krachern.
Feuerwehr befürchtet mehr Brände und Verletzte
Die neue Regelung ist schon seit Mitte 2010 in Deutschland in Kraft, die neuen Silvesterkörper kamen aber erst dieses Jahr in den Verkauf. Zuvor mussten sie die Sicherheitsprüfung der Bundsanstalt für Materialprüfung (BAM) unterlaufen. Das BAM-Prüfsiegel ist in Deutschland obligatorisch für Feuerwerkskörper.
Trotz der Prüfung durch das BAM rechnen die Sicherheitskräfte mit Problemen. So sagte der Berliner Branddirektor Wilfried Gräfling dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel": "Die neuen Bestimmungen erfüllen uns mit Sorge, wir erwarten mehr Brände und Verletzte".
Sicherheit ist oberstes Gebot
Auch Ärzte weisen auf die Risiken hin: Die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO KC) warnte in einer Mitteilung vor Gehörschäden. Durch Feuerwerkskörper erleiden demnach jährlich rund 8000 Menschen in Deutschland ein Knall- oder Explosionstrauma. Die Folgen: Hörverlust und Tinnitus. Durch die neuen Silvesterknaller könnten die Zahlen noch steigen.
Auch dieses Jahr gilt deshalb: Sicherheit ist oberstes Gebot. Wer gut informiert ist, kann den Risiken aus dem Weg gehen und ohne Bedenken den Jahreswechsel feiern.






