09.01.2012: Rekord-Zubau von privaten Fotovoltaik-Anlagen
Weitere Kürzung der Solarförderung?

09.01.2012 - 2011 gab es in Deutschland einen Rekordzuwachs an neuen Solaranlagen. Nach der turnusgemäßen Senkung der Förderung im Januar schließt Bundesumweltmister Norbert Röttgen eine außerplanmäßige Senkung offenbar nicht mehr aus.
Im Dezember 2011 registrierte die Bundesnetzagentur einen Zubau der Fotovoltaik-Leistung von 3.000 Megawatt. Die neu installierte Leistung übertraf nach einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit 7.500 Megawatt das bisherige Rekordjahr 2010.
Der Solar-Boom sorgt in der Bundesregierung nicht nur für Freudenstürme. Die Fotovoltaik erzeuge nur drei Prozent des deutschen Stroms, verursache aber 50 Prozent der Förderkosten, sagte etwa der Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) der „Financial Times Deutschland“. Bei den kommenden Gesprächen mit Vertretern der Solarbranche soll es laut Bundesumweltminister Norbert Röttgen daher auch um die „Verstetigung“ von Kürzungen der Solarförderung gehen.
Verbraucherzentrale will Förderung auf 15 Cent/kWh senken
Derzeit gibt es nach der planmäßigen Kürzung im Januar um 15 Prozent 24,43 Cent pro privat erzeugter Kilowattstunde. Die Verbraucherzentrale Bundesverband fordert daher eine massive Kappung der Solarstrom-Förderung. "15 Cent je Kilowattstunde für eine Dachanlage reichen vollkommen aus", sagte Energieexperte Holger Krawinkel der dpa.
Der Rekord-Ausbau von Fotovoltaik-Anlagen ist für die Verbraucher kostspielig: Allein in diesem Jahr zahlen die Stromkunden insgesamt 14 Milliarden Euro für die Förderung von Strom aus regenerativen Energien – das sind etwa 3,5 Cent pro Kilowattstunde.






