12.01.2012 Stromverbrauch 2011 so viel Strom wie im Vorjahr
Stabiler Stromverbrauch trotz Wirtschaftsboom

12.01.2012 - Trotz hohem Wirtschaftswachstum ist der Stromverbrauch in Deutschland im vergangenen Jahr nahezu stabil geblieben. Die Stromerzeugung ging leicht zurück. Das geht aus ersten Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für das Jahr 2011 hervor.
Bis vor wenigen Jahren waren Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch untrennbar aneinander gekoppelt. Diese Regel scheint ihre Gültigkeit verloren zu haben. Während die Wirtschaft 2011 um 3,0 Prozent zulegte, ging der bundesweite Stromverbrauch um 0,5 Prozent zurück.
Milder Winter, kühler Sommer
Die positive Energiebilanz verdankt Deutschland vor allem dem vergleichsweise kühlen Sommer und dem milden Winter 2011. Durch die moderaten Temperaturen wurde weit weniger Energie zum Kühlen und Heizen verbraucht als 2010. Hinzu kommt, dass eine Vielzahl von Maßnahmen zum Energiesparen ihre Wirkung entfalten. Deutschland wird immer energieeffizienter.
2,5 Prozent weniger Stromerzeugung
Neben dem Verbrauch ist auch die Erzeugung von Strom zurückgegangen. 2011 produzierte Deutschland 2,5 Prozent weniger Strom als im Vorjahr. Angesichts dessen, dass die Bundesregierung in diesem Jahr acht Atomkraftwerke vom Netz genommen hat, fällt der Rückgang überraschend gering aus. Der stetige Ausbau der Erneuerbaren Energien glich den Wegfall der Kernkraft weitgehend aus.






