19.01.2012: Deutscher Innovationspreis für Klima und Umwelt 2011
Kreative Erfindungen erhalten Innovationspreis

19.01.2012 - Gemeinsam zeichneten das Bundesministerium für Umwelt (BMU) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in diesem Jahr herausragende Innovationen aus, die ihren Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten.
Die hochrangig besetzte Jury unter Vorsitz von Prof. Klaus Töpfer wählte aus zahlreichen Bewerbungen vier Preisträger für den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt 2011 aus. Der Preis: 25.000 Euro.
Energie aus Bananen
Der Preis für „Technologietransfer“ ging an Ingenieure ohne Grenzen. Die Organisation entwickelte für die Landbevölkerung in Tansania kleine Biogasanlagen. Diese liefern genügend Energie, um zwei Mahlzeiten am Tag zu kochen und in den Abendstunden für Beleuchtung sorgen. Rohmaterial sind Erntereste der regionaltypischen Bananenstauden.
Die Freudenberg Sealing Technologies erhielt den Preis in der Kategorie „Umweltfreundliche Technologien“ für ein besonderes Verfahren zur Umformung metallischer Stützringe. Im Vergleich zu vorher spart die neue Anlage 73 Prozent Stahl ein – das sind 1.800 Tonnen pro Jahr. Damit werden auch rund 2.700 Tonnen weniger CO2 ausgestoßen.
Klimafreundlicher Zement
Die Celitement GmbH erhielt den Preis in der Kategorie „Produkt- und Dienstleistungsinnovationen“ für die Entwicklung von klimafreundlichem Zement. Die Idee: Celitement lässt sich schon bei rund 200 Grad Celsius erzeugen. Im Vergleich zur herkömmlichen Zementproduktion wird für Celitement nur halb so viel Energie verbraucht, halb so viel CO2 ausgestoßen und bis zu zwei Drittel weniger Kalkstein verbraucht.
In der Kategorie „Prozessinnovationen für den Klimaschutz“ siegte das Team der Fels-Werke GmbH und Ecoloop GmbH. Es entwickelte ein Verfahren, bei dem mit Hilfe von Kalk aus schadstoffreichen Abfällen und Biomasse reines Synthesegas hergestellt werden kann.
Ökonomie und Ökologie sind vereinbar
Seit 2009 fördert der Deutsche Innovationspreis Klima und Umwelt gezielt Ideen und Neuerungen „made in Germany“, die zum Klima- und Umweltschutz beitragen und den Wirtschaftsstandort Deutschland vorantreiben. „Zukunftsfähig bleiben wir dann, wenn wir lernen, wirtschaftliches Wachstum mit Umweltschutz und Ressourcenschonung zu verbinden. Die ausgezeichneten Ideen der Preisträger sind Beweis für die Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie“, sagte Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen.






