08.11.2011 Umfrage zur Gebäudesanierung

Sanierung spart Energiekosten – doch wer zahlt?

08.11.2011 Steigende Energiekosten lassen sich oft durch eine effiziente Gebäudesanierung umgehen. Doch wer soll das bezahlen: Mieter oder Vermieter? Eine aktuelle Umfrage zeichnet ein Stimmungsbild.

Wenn ein Vermieter sein Gebäude sanieren will, kann er elf Prozent der Kosten auf seine Mieter umlegen. Die Hälfte der Befragten lehnt diese Regelung jedoch ab und spricht sich für eine Umlage in der genauen Höhe der eingesparten Heizkosten aus. Weitere 14 Prozent sind sogar der Meinung, das Mieter an diesen Kosten nicht zu beteiligen sind. 72 Prozent befürworten ein Recht auf Mietkürzung, wenn das Gebäude schlecht saniert ist und deshalb zu viel Heizenergie verbraucht.

Das sind die wesentlichen Ergebnisse der aktuellen Erhebnung von co2online, einem gemeinnützigen Klimaschutzprojekt, das von der Bundesregierung gefördert wird. Die Umfrage ist Teil des Klima-Barometers, das vierteljährlich das Interesse am Klimaschutz und Energiesparen ermittelt.

Ernüchternd: Niemand nutzt den Energieausweis

Großer Nachholbedarf besteht laut co2online beim Einsatz des Energieausweises. Nur 19 Prozent der Mieter haben bei einem Umzug das Dokument, das die Energieeffizienz des Gebäudes dokumentiert, einsehen können. In 39 Prozent der Fälle gab es noch keinen Energieausweis.

Viele wussten nichts von diesem Recht oder interessierten sich nicht dafür. Zehn Prozent der Teilnehmer hat der Vermieter die Einsicht sogar verweigert, obwohl das laut Gesetz einer Ordnungswidrigkeit gleichkommt.

Ihre Bewertung für diesen Artikel Rating: 3.0/5 (total: 41)