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Energie-News

18.11.2011 Weltklimarat verfasst Studie über Klimawandel

Klimaforscher schlagen Alarm

18.11.2011 - In wenigen Tagen beginnt in Südafrika die UN-Klimakonferenz. Im Vorfeld des Ereignisses hat der Weltklimarat einen umfassenden Report über die Folgen des Klimawandels vorlegen. Er zeichnet ein alarmierendes Bild.

Drei Jahre lang haben 117 Wissenschaftler aus aller Welt Klimastudien zusammengetragen und in einem umfassenden Bericht analysiert. Ihren Bericht haben sie am Freitag in der ugandischen Hauptstadt Kampala veröffentlicht. Das umfassende Werk trägt den komplizierten Namen "Special Report on Managing the Risks of Extreme Events and Desasters to Advance Climate Change Adaptation". Anders als der Titel, spricht der Inhalt eine sehr deutliche Sprache. Mit folgenden Klima-Veränderungen muss die Menschheit in den kommenden Jahrzehnten rechnen:

  • Der enorme Ausstoß von Klimagasen lässt weltweit die Temperaturen steigen, die Erde heizt sich weiter auf.
  • Durch die Erderwärmung steigt der Meeresspiegel. Die Gefahr von Hochwasser- und Sturmflutkatastrophen steigt.
  • Immer häufiger fällt so genannter Sturzregen. Überschwemmungen sind die Folge.

Klimaerwärmung um bis zu sechs Grad

Experten sind sich weitgehend einig, dass diese Veränderungen vom Menschen verursacht wurden. Der Klimaforscher Mojib Latif warnt davor, die Zeichen zu ignorieren. "Wenn wir gar nichts tun, wenn wir die ganze Kohle verbrennen, die wir noch haben, und so weiter, dann werden wir im weltweiten Durchschnitt Temperaturen bekommen, die liegen bei fünf bis sechs Grad über den heutigen", kommentiert er den UNO-Bericht im "Deutschland Radio".

Report mit Widersprüchen

Doch nicht jede extreme Wetterlage lässt sich eindeutig auf den Klimawandel zurückführen. Die Entstehung von Dürren, Wirbelstürmen, Hochwasser oder Waldbränden gilt in der Wissenschaft als ein überaus komplexer Prozess.

Klimaforscher können solche Katastrophen nur teilweise analysieren, vieles bleibt Spekulation. So kommt es im Uno-Bericht laut dem Nachrichtenmagazin "Spiegel-Online" sogar zu Widersprüchen: Während die einen Wissenschaftler ein zunehmende Häufigkeit von Naturkatastrophen erkennen, beteuert das andere Lager genau das Gegenteil.

Klima lässt sich noch auf akzeptablen Niveau stabilisieren

Trotz düsterer Prognosen scheint es noch nicht zu spät zu sein, dem Klimawandel entgegen zu wirken. "Wir stehen am Anfang der Entwicklung, das ist ganz wichtig, und im Prinzip hätten wir es noch in der Hand, das Klima auf einem halbwegs akzeptablen Niveau zu stabilisieren", sagt Mojib Latif.

Bezüglich des kommenden Klimagipfel hat selbst der Optimist Latif wenig Hoffnung: " Leider passiert auf den Klimakonferenzen relativ wenig Verbindliches, und es ist auch jetzt schon durchgesickert, dass in Durban auch nichts Verbindliches passieren wird. So kommen wir von einem Jahr zum nächsten immer wieder in neue Rekordwerte, was den weltweiten CO2-Ausstoß angeht." 

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