21.11.2011 Studie attestiert Bundesbürgern mäßiges Umweltbewusstsein
Umwelt-Engagement nur Mittelmaß

21.11.2011 - Laut einer aktuellen Studie haben die Bundesbürger in einigen Lebensbereichen Nachholbedarf in Sachen Umweltbewusstsein und Energieeffizienz. Dies zeigen aktuelle Ergebnisse des GfK Global Green Index, einer neuen repräsentativen Befragung der GfK Marktforschung. Dabei wurden Interviews in 2.000 Privathaushalten ausgewertet.
Die Mehrheit der Deutschen achtet demnach beim Einkaufen nicht darauf, ob Produkte umweltschonend hergestellt wurden. Auch entsprechende Bio- und Umweltsiegeln tragen kaum zur Kaufentscheidung bei. Gerade einmal die Hälfte signalisiert Bereitschaft, höhere Preise für Produkte zu zahlen, die bei der Herstellung oder im Verbrauch die Umwelt weniger belasten als andere.
Vorbildliche Mülltrennung
Bei der Mülltrennung sind die Deutschen hingegen vorbildlich: Über 80 Prozent geben an, Müll aus Überzeugung zu trennen und korrekt in Wertstofftonnen oder auf Recyclinghöfen zu entsorgen. Ebenso viele versuchen, bereits beim Einkauf bewusst Abfall zu vermeiden, indem sie auf Mehrwegverpackungen zurückgreifen.
Bei Urlaubsreisen stehen Umweltaspekte noch im Hintergrund: Nur 20 Prozent wählen die Ziele danach aus, ob dort umweltfreundlicher Tourismus betrieben wird.
Deutschland nimmt Nachteile des Atomausstiegs in Kauf
Über 80 Prozent sind der Meinung, dass die Nutzung von Kernkraftwerken wegen der ungeklärten Endlagerproblematik dauerhaft nicht weiter zu verantworten ist. 70 Prozent glauben, dass erneuerbare Energien die Kernenergie komplett ersetzen können.
Die Nachteile des Atomausstiegs nehmen die Deutschen in Kauf: 70 Prozent wären bereit, den Ausbau der Stromnetze auch in ihrer unmittelbaren Umgebung zu akzeptieren.






