29.12.2011: Pro-Kopf-Limit beim CO2-Verbrauch
Röttgens kühner CO2-Vorschlag

29.11.2011 – Bundesumweltminister Röttgen (CDU) fordert ein Pro-Kopf-Limit beim CO2-Ausstoß. Jeder Erdenbürger dürfte demnach nur noch eine festgelegte Menge Treibhausgas verursachen. Doch die Idee wird beim Klimagipfel in Durban vermutlich keine Rolle spielen.
Gestern hat der 17. UN-Klimagipfel im südafrikanischen Durban begonnen. Bis zum 9. Dezember 2011 sucht die Staatengemeinschaft nach Möglichkeiten, den Klimawandel in Schach zu halten.
Endziel: Pro-Kopf-Budget für Emissionen von Treibhausgasen
Eine gewagte Forderung stellte Bundesumweltminister Norbert Röttgen bereits vor seiner Anreise am kommenden Montag zur Diskussion.. In einem Spiegel-Interview sprach er sich für eine gesetzliche Begrenzung des individuellen CO2-Verbrauchs aus. Das Fernziel sei "ein Pro-Kopf-Budget für die Emission von Treibhausgasen, das für jeden Menschen auf der Welt gilt."
Große Hoffnungen auf globale Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel hat der Minister allerdings nicht: "In vielen Ländern der Weltgemeinschaft sinkt die Bereitschaft, verpflichtende Vorgaben für den Klimaschutz zu akzeptieren - gleichzeitig schreitet der Klimawandel voran."
USA und China kompromisslos
Vor allem die beiden größten CO2-Produzenten, die USA und China, zeigen wenig Kompromissbereitschaft. "Leider sind die USA, China, Indien und andere Schwellenländer aus politischen oder ökonomischen Gründen dazu nicht oder noch nicht bereit. Der Klimaschutzprozess ist in einer schwierigen Situation."
Unterm Strich bleibt Röttgen dennoch optimistisch: "Der Klimaschutzprozess ist ein Marathonlauf, bei dem jeder Schritt der Mühe wert ist. Auch Durban wird uns hoffentlich ein Stück voranbringen."






