05.10.2011: Strom-Heizungen verursachen hohe Energiekosten
Energiefresser Elektroheizung

05.10.2011 - Verbraucherschützer raten vom Gebrauch von Elektroheizungen ab. Heizlüfter, strombetriebene Heizkörper und Nachtspeicheröfen lassen die Nebenkosten in ungeahnte Höhen schießen. Die Energiekosten einer Elektroheizung sind mehr als doppelt so hoch, wie bei anderen Energieträgern.
Frank Menzer, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen warnt die Nutzer von Elektroheizungen vor bösen Überraschungen: "Statt zu sparen, treibt eine Stromheizung die Energiekosten oft in ungeahnte Höhen, besonders wenn das Haus schlecht gedämmt ist." Immer wieder sitzen ihm in der Beratung Verbraucher gegenüber, die sich ihre astronomisch hohe Stromrechnung nicht erklären können.
Heizen mit Tagstrom ist besonders teuer
Besonders ineffizient und damit teuer sind Heizungen, die tagsüber Strom verbrauchen, beispielsweise die derzeit massiv beworbenen Infrarot-Flächenheizungen. Im Gegensatz zum etwas günstigeren Nachtstrom (ca. 13 Ct/kWh) kostet Strom tagsüber im Durchschnitt immerhin 24 Cent pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: Für Gas oder Öl fallen pro Kilowattstunde gerade einmal sieben bis acht und für Holzpellets fünf Cent an.
Klimaschonend heizen mit Öko-Strom?
Auch für den Klimaschutz ist die Elektroheizung nur dann ein Gewinn, wenn der Strom ausschließlich über einen reinen Ökostromtarif bezogen wird. "Nur so können Emissionen gesenkt werden", informiert Menzer. Andernfalls verursacht Heizen mit Strom wegen der Verluste bei Stromerzeugung und -transport sogar höhere CO2-Emissionen als andere Energieträger.
"Verbraucher, die für ihre Heizung eine größere Investition planen, sollten sich deshalb unbedingt anbieterunabhängigen Rat einholen", rät Menzer. "Bei einer neutralen Bewertung der individuellen Situation wird meist schnell klar, welches Heizsystem jeweils das Beste ist."






