06.10.2011 - Green Flight Challenge würdigt umweltfreundliche Flugzeuge
1,35 Millionen Dollar für 320 Kilometer

06.10.2011 – Die NASA und die Stiftung CAFE haben die höchste Preissumme der Luftfahrtgeschichte verliehen. 1,35 Millionen US-Dollar hatte die amerikanische Raumfahrtbehörde für die Entwicklung des umweltfreundlichsten und gleichzeitig effizientesten Flugzeug ausgeschrieben. Gewonnen hat das slowenische Pipistrel-Team mit ihrem Elektroflugzeug Taurus G4. Der E-Flieger setzte sich gegen 14 Konkurrenten durch.
In Autos und Fahrrädern sind Elektromotoren und Akkus nichts Neues. Kaum vorstellbar ist es hingegen, in ein Flugzeug zu steigen, das ausschließlich Strom tankt. Doch die Entwicklung klimafreundlicher Flugzeuge läuft bereits seit Jahren. Mit verschiedenen Lösungsansätzen versuchen Ingenieure weltweit, die Luftfahrt ohne Kerosinantrieb zu revolutionieren. Infrage kommen Brennstoffzellen, Solarzellen und Akkus.
320 Kilometer fliegen, mit weniger als vier Litern Cherosin
Um das Engagement der Forscher zu würdigen, rief die NASA die „Green Flight Challenge“ (dt. „grüner Flug-Wettbewerb“) ins Leben. Zusammen mit der Stiftung CAFE (Comparative Aircraft Flight Efficency) rief sie die Hersteller umweltfreundlicher Flugzeuge weltweit auf, sich mit ihren Luftfahrzeugen einer einfach klingenden Aufgabe zu stellen: Rund 320 Kilometer sollten mit weniger als vier Litern Treibstoff pro Pilot zurückgelegt werden. Waren zwei, oder mehrere Piloten an Bord, vervielfachte sich die erlaubte Treibstoffmenge entsprechend. Flugzeuge ohne Verbrennungsmotor durften höchstens eine vergleichbare Menge Strom verbrauchen.
Green Flight Challenge: Nur drei Teams im Finale
14 Teams bewarben sich für den Wettkampf. Gerade mal drei Flieger bewältigten die Herausforderung und schafften es in die Endrunde. Auf dem Flughafen im kalifornischen Santa Rosa fiel nun die Entscheidung: Das slowenische Pipistrel-Team setzte sich mit ihrem Motorsegler gegen den Stuttgarter Elektroflieger E-Genius durch. Den dritten Platz belegte das Modell Phoenix aus Tschechien, ebenfalls ein Motorsegler.
Tagelang untersuchte ein Ingenieur-Team der NASA den Energieverbrauch der Finalisten. Chefingenieur Joe Parrish zeigte sich hoch zufrieden: „Wir haben gezeigt, dass elektrisch betriebene Flugzeuge nicht mehr Science-Fiction und nun praktisch in Reichweite sind.“






