Experten erwarten Erhöhung der Erneuerbaren Energien Umlage
Mehr Geld für eine „Investition in die Zukunft“

11.10.2011 – Am kommenden Freitag gibt die Regierung bekannt, wie viel Geld Deutschlands Verbraucher 2012 für den Ausbau der Erneuerbare Energien bezahlen müssen. Experten rechnen mit einer zusätzlichen Belastung von 0,3 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde. Das Umweltbundesamt (UBA) warnt davor, die Energiewende deshalb zu verteufeln. Jeder investierte Cent sei eine Investition in die Zukunft, so das UBA.
Deutschlands Einstieg in eine grünere Zukunft bezahlen die Verbraucher. Seit 2009 fließt ein Teil des Strompreises in den Ausbau erneuerbarer Energiequellen. Das Erneuerbare Energien Gesetz legt fest, wie hoch die Zusatzbelastung ausfällt. Aktuell liegt sie bei 3,5 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde (kWh). Ende dieser Woche wird Umlage für 2012 festgelegt.
Deutschlands Ökostrom-Konto mit 275.000 Euro im Minus
Bis vor einigen Tagen hat das Bundesministerium für Umwelt (BMU) noch damit gerechnet, dass die aktuelle Umlage von 3,5 Cent zu hoch angesetzt worden ist. Davon ausgehend, dass Ende 2011 ein dickes Plus in den Kassen liegt, bestand die Hoffnung, die Umlage könne 2012 sinken. Doch zum Stichtag, dem 30. September, zeigte sich, genau das Gegenteil war der Fall: Deutschlands Ökostrom-Konto ist mit 257.000 Euro im Minus.
12 Euro Mehrkosten durch Erneuerbare Energien Umlage
Experten rechnen deshalb mit einer Erhöhung der Umlage für 2012 um 0,3 Cent. Das dürfte viele Verbraucher verärgern, Protest ist für kommenden Freitag sicher. Dem will UBA-Präsident Jochen Flasbarth verbeugen. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur verteidigte er die Erhöhung: „Das ist kein Verlustgeschäft, sondern eine Investition in die Zukunft.“
Tatsächlich hat Deutschland vom Ausbau der Erneuerbaren Energien profitiert. Allein 360.000 Arbeitsplätze, so Flasbarth, seien durch diese Investition entstanden – vor allem in Ostdeutschland. Bei genauerer Betrachtung hält sich auch die erwartete Erhöhung in Grenzen: In einem Durchschnittshaushalt verursacht sie Mehrkosten von rund 12 Euro im kommenden Jahr.






